Gesundheit - Reutlinger Selbsthilfegruppe organisiert für Donnerstag Informationsabend zum Thema Epilepsie
Eine Krankheit wie jede andere
REUTLINGEN. Epilepsie umgibt auch heute noch die Ausstrahlung des Unerklärlichen, Verschwiegenen und Unheimlichen.
Viele Ängste und Vorurteile ranken sich um diese Krankheit. Epilepsie ist in der Häufigkeit mit Diabetes gleichzusetzen. Die Epilepsie ist eine Organkrankheit wie jede andere Krankheit des Körpers auch. Ungefähr fünf Prozent aller Menschen bekommen einmal im Leben einen epileptischen Anfall. Ein Betroffener hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen.
Aus diesem Grund veranstaltet die Reutlinger Epilepsie-Selbsthilfegruppe in loser Reihenfolge Informationsabende zu verschiedenen Themen dieser Krankheit. Die nächste Veranstaltung findet am Donnerstag, 9. September, um 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus der Mauritiuskirche, Steinachstraße 4, in Reutlingen statt. Yvonne Weber, Oberärztin der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen mit Schwerpunkt Epileptologie, wird einen Vortrag zum Thema Sexualität, Kinderwunsch und Schwangerschaft bei Epilepsie halten. Bei ihrem Referat wird sie unter anderem darauf eingehen, ob beim Verlauf einer Schwangerschaft mit erhöhten Komplikationen zu rechnen ist.
Auch vorbeugende Maßnahmen werden ein wichtiger Punkt ihres Vortrags sein. Als weitere Referentin wird Anja D. Zeipelt, Epilepsiebotschafterin aus Wetzlar, über eigene Erfahrungen mit der Krankheit berichten.
Das Grußwort wird die neue Schirmherrin des Landesverbandes der Epilepsie-Selbsthilfegruppen Baden-Württemberg, Ulla Haussmann, an die Gäste richten. Sie ist Landtagsabgeordnete in Baden-Württemberg und sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtags-Fraktion. Der Eintritt ist frei. (eg)
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