Fahrrad - Zum Auftakt der Traumtouren radelt ADFC-Tourguide Andres Lächele mit GEA-Lesern rund um den Roßberg

Die erste Traumtour: Knackig und landschaftlich reizvoll

VON JOACHIM BAIER

REUTLINGEN-GÖNNINGEN. Die Ketten sind geschmiert, die Schutzbleche poliert. Na dann ab aufs Rad, den Rest vom Winterspeck loswerden. Am kommenden Sonntag startet die erste von insgesamt acht Traumtouren, die der Reutlinger General-Anzeiger gemeinsam mit weiteren Partnern organisiert. Wer bei der ersten Tour mitradeln möchte, sollte sich bis spätestens Freitag anmelden, denn die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt.

Bei 1 200 Höhenmetern, die  unterwegs zu überwinden sind, sollten die Tourteilnehmer schon einigermaßen fit auf dem Rad sein. FOTO: EVA ECKSTEIN
Bei 1 200 Höhenmetern, die unterwegs zu überwinden sind, sollten die Tourteilnehmer schon einigermaßen fit auf dem Rad sein. FOTO: EVA ECKSTEIN
»Die Rossberg-Bergtour Schwäbische Alb« hat ADFC-Guide Andres Lächele ausgewählt. »Das ist meine Haus- und Hofstrecke, die habe ich schon in verschiedenen Varianten abgefahren«, betont der Tourenleiter aus Bronnweiler, der regelmäßig auch mit dem Rad zur Arbeit fährt. Die Route rund um den Roßberg mit Abstechern zu vielen Highlights ist rund 70 Kilometer lang und mit 1 200 Höhenmeter nur für entsprechend fitte Radler zu empfehlen – aber keine Sorge, das Traumtouren-Programm bietet auch entspanntere Alternativen.

Los geht's am Sonntag, 23. April, in Bronnweiler, der genaue Treffpunkt und die Startzeit werden den angemeldeten Teilnehmern rechtzeitig mitgeteilt. Und dort wartet eine kleine Überraschung auf die Mitfahrer. »Mit der Unterstützung der Traumtouren innerhalb der GEA-Radkampagne wollen wir unsere Leser aktiv aufs Rad bringen. Und die Mitfahrt bei diesem sportlichen Tourenauftakt belohnen wir mit nutzwertigen Kleinigkeiten, speziell für Radfahrer«, sagt Iris Goldack vom GEA-Marketing, die am Startpunkt begrüßt.

Technisch größtenteils einfach

»Die erste Rampe hoch zum Schönberg hat es gleich in sich, auf den ersten fünf Kilometern machen wir 300 Höhenmeter – danach ist man auf jeden Fall warm gefahren«, weiß Lächele aus eigener Erfahrung. Die Route ist speziell auf Mountainbiker zugeschnitten. E-Bikes seien nicht geeignet, schränkt der Tourguide ein. Wer nach der ersten Bergetappe nicht völlig aus der Puste ist, kann das malerische Landschaftspanorama in vollen Zügen genießen, das sich bei der Runde auf dem Schönberg-Plateau bietet.

Runter zu den Gönninger Seen, wieder hinauf durch das Ramsteltal nach Genkingen, dann ist das erste, anstrengende Drittel der Route geschafft. Lächele hat sich vorgenommen, viele Umwege zu fahren, um seine Mitradler zu überraschen. »Die Tour wird knackig, aber landschaftlich reizvoll«, verspricht er. »Es muss einem schon Spaß machen, dass es bergauf geht.« Es geht ihm aber nicht um Geschwindigkeit. »Wir warten natürlich auf die Teilnehmer, die nicht so schnell den Berg rauf kommen.« Technisch sei die Route jedoch größtenteils einfach zu befahren. »Wir sind zum Großteil auf geschotterten Wegen, auf Wald- und auf Wirtschaftswegen unterwegs.«

Im Schlenker geht es weiter an der Nebelhöhle, der Bärenhöhle und am Kalkstein vorbei ins Rinnental. Das karge Rinnental mit seinen markanten Felsformationen gilt als einer der Kältepole Deutschlands und hat mittlerweile sogar zwei Wetterstationen zu bieten. Ein Stück weiter locken idyllische Traufblicke zum Halt. Für Lächele gehören sie mit zu den Highlights der Naturtour. »Was mir besonders gefällt, ist der Halbhöhenweg unterhalb von Filsenberg und Bolberg durch den Wald«, schwärmt er.

Die verbrauchten Kalorien könnten die Radler beim Rossberghaus wieder auftanken. Den Aussichtsturm und das bewirtete Wanderheim hatte der Schwäbische Albverein im Jahr 1913 anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums auf der damals noch spärlich bewaldeten Kuppe des 869 Meter hohen Roßberges gebaut. Auf jeden Fall ist dort erst mal Pause – an Snacks, Vesper und ausreichend Getränke sollte unbedingt gedacht werden.

Am Etappenziel können sich die Teilnehmer mehrheitlich für zwei Alternativen entscheiden: Eine längere Einkehr im Rossberghaus oder eine kleine Halbhöhentour zum Bergrutsch bei Öschingen. Tourguide Andres Lächele würde die zweite Alternative bevorzugen. Er schwärmt, »der Öschinger Bergrutsch ist spektakulär.« So oder so, für den späten Nachmittag ist die Rückkehr zum Start in Bronnweiler anvisiert.

Teilnahme kostenlos, Anmeldung erforderlich

Jede der acht Traumtouren wird in der Woche vor dem Start ausführlich im GEA vorgestellt. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer mitradeln möchte, meldet sich auf www.gea.de/tour (bis spätestens Freitag, 12 Uhr) an; die Zahl der Plätze ist begrenzt.
Alle wichtigen Details zur jeweiligen Tour erhalten die Teilnehmer mit ihrer Anmeldebestätigung. GPS-Kartenmaterial gibt es zum Download auf www.magicmaps.de/produktinfo/touren/traumtouren-2017.html.
Das Tragen eines Fahrradhelms ist obligatorisch, auch an Vesper, Getränke, Luftpumpe und Ersatzschlauch sollten die Teilnehmer unbedingt denken.
Die Traumtouren haben Guides des ADFC Reutlingen ausgearbeitet und begleiten diese. Der Reutlinger General-Anzeiger unterstützt das Angebot als Medienpartner.
Weitere Partner sind: Magicmaps, das Mobilitätszentrum Münsingen, die AOK Neckar-Alb sowie der Nudelhersteller Alb-Gold. (joba)

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