REUTLINGEN-ALTENBURG. Es ist eine Bitte des Elternbeirates und der Lehrer, kein im Straßenverkehrsrecht verankertes Gesetz: »Stopp« steht in großen bunten Buchstaben auf der Straße zur Altenburger Hofschule. Bunt sind die Buchstaben und bunt sind Luftballons, die den Begrenzungspfosten schmücken. Die Aktion, die der Elternbeirat mit »Kiss & Go«, also »Küssen und Gehen«, überschrieben hat, läuft seit Anfang der Woche und ist entstanden aus folgender Überlegung: Seit Beginn des neuen Schuljahres im September seien am frühen Morgen, »wenn die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden und um die Mittagszeit, beim Abholen der Kinder, sowie während der Kreativ-Zeiten gefährliche Verkehrssituationen vor dem Schulhof entstanden«, heißt es in einem Brief an die Eltern. Aufgesetzt hat das Schreiben Tanja Schwörer, die die Aktion federführend betreut. Die Problematik vor der Schule: Viele Eltern fahren mit ihrem Auto bis an die Wendeplatte, nutzen diese kurzfristig als Parkplatz und vorstopfen so die Straße, die irgendwann derart zugeparkt wird, dass man kaum mehr Rangieren oder Wenden kann. Deshalb das Stopp-Schild, deshalb die Bitte, die Parkbuchten zu benützen. Die vier Parkplätze zwischen dem Fußgängersteg und der Hofschule sollen in Zukunft von 7 bis 16 Uhr dem Kollegium der Hofschule und den Mitarbeitern des Kinderhauses vorbehalten sein. »Die Aktion ist prima angelaufen«, sagt Schulleiterin Martina Grabowski. Und Marina Fleischer und Kathleen Wolf vom Elternbeirat ergänzen: Es muss nicht immer erst etwas passieren, bevor sich etwas ändert. (GEA)
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