Skateanlage - Der nächste große Schritt in Richtung neuer Skateanlage ist getan

Bürgerbeteiligung auf der Baustelle des Bürgerparks

VON ALEXANDER RABE

REUTLINGEN. Drei Grad, Schneefall: So ein Wetter ist Gift für Skater und die Kugellager ihrer rollenden Untersätze. Trotzdem strömten die Jugendlichen gestern Mittag in den Bürgerpark – genauer gesagt an den Platz zwischen altem Krankenhäusle und ZOB, an dem sich in wenigen Monaten die neue Skateanlage einfügen wird. Gestern war Spatenstich für die ersehnte Attraktion. Da ließen sich die jungen Leute auch vom Sauwetter nicht abhalten. Und der eine oder andere brachte doch tatsächlich sein Skateboard mit – fürs Pressefoto.

Mit Schirm, Schnee und Skateboard: Mitglieder der Stadtverwaltung, Vertreter des Jugendgemeinderats und einige Skater packten beim Spatenstich für die neue Skateanlage gerne mit an. FOTO: NIETHAMMER
Mit Schirm, Schnee und Skateboard: Mitglieder der Stadtverwaltung, Vertreter des Jugendgemeinderats und einige Skater packten beim Spatenstich für die neue Skateanlage gerne mit an. FOTO: NIETHAMMER
Bereits im November hatten rund 100 Skater Flagge beziehungsweise Rollen gezeigt, indem sie im Sitzungssaal des Ratsgebäudes mitverfolgten, wie der Gemeinderat mehrheitlich für die Erfüllung eines der sehnlichsten Wünsche der Reutlinger Jugend stimmte.

Gestern folgte der nächste große Schritt: Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz griff gemeinsam mit Jugendlichen, die sich an der Planung der Anlage beteiligt haben, sowie mit Mitgliedern des Jugendgemeinderats zum Spaten. Mit von der Partie war unter anderem auch Dr. Katrin Korth, Vize-Chefin des Amts für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt, die für die Planung und Umsetzung des Projekts verantwortlich ist.

»Spätestens im September kann hier geskatet werden«
 

Bei der Gemeinderatssitzung im November waren sich die Stadträte einig darüber gewesen, dass die Planung für die neue Skateanlage sehr gelungen ist. Lediglich am Standort schieden sich damals die Geister: Mit 25 zu 12 Stimmen schickten die Räte den Baubeschluss für die Anlage am Rande des Kulturplatzes beim Gerberwehr letztlich auf den Weg. »Was lange währt, wird endlich gut«, eröffnete Ulrike Hotz ihre angesichts der Witterung sehr kurz gehaltene Ansprache. Sie erinnerte, dass bereits 2006/2007 mit einem städtebaulichen Ideenwettbewerb und dem daraus resultierenden Bebauungsplan für das Bruderhausgelände der Grundstein für die jetzige Gestaltung gelegt wurde. Und sie lobte die »Super-Bürgerbeteiligung« im Zusammenhang mit der Skateanlage.

Beim Jugendforum im Mai 2014 hatte sich eindrucksvoll gezeigt, welch bedeutende Rolle die Anlage bei den jungen Reutlingern spielt. In einem mehrstufigen Beteiligungsprozess zwischen November 2014 und April 2015 hatten sich dann über 50 Jugendliche neben städtischen Experten sowie zwei Planungsbüros eingebracht. »Ihr habt einen super Job gemacht«, sagte Hotz und dankte allen Mitwirkenden. »Spätestens im September kann hier geskatet werden«, ergänzte Amtsleiterin Katrin Korth. Tosender Beifall bei Schneefall.

260 000 Euro kostet der Bau des zentral gelegenen »Flowparks«, der in den Boden eingelassen und auf einer Fläche von 500 Quadratmetern aus Spritzbeton modelliert wird – mit Elementen wie »Chinapark«, »Kicker«, »Extension« oder »Spine«. Ein Paradies für Skater, das sich harmonisch in den Bürgerpark einfügen soll. Weitere 781 000 Euro werden zusätzlich für die Gestaltung des Umfelds fällig.

Die Firma Storz kümmert sich derzeit um den Aushub, zudem stehen umfangreiche Leitungsarbeiten an. Anschließend, voraussichtlich ab Mitte Mai, wird mit dem Bau der eigentlichen Anlage begonnen, der etwa sechs Wochen in Anspruch nehmen wird. Das Umfeld der Anlage soll im Spätsommer/Herbst fertig sein. Eines scheint damit gesichert: Wenn die ersten Skater die Anlage befahren, wird es nicht schneien. (GEA)

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