Feuerteufel - 36-jähriger einschlägig vorbestrafter Mann zündet seine Wohnung an
Brandstifter stellt sich
REUTLINGEN. Wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung ist ein 36-jähriger Reutlinger gestern Mittag festgenommen worden, wie die Polizei heute meldet. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erlassen hat.
Der Beschuldigte hatte am Mittwoch, gegen 13 Uhr, aus einer Telefonzelle bei der integrierten Leitstelle in Reutlingen angerufen und mitgeteilt, dass er in seiner Wohnung und im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Lohmühlestraße Feuer gelegt habe und sich jetzt stellen wolle.
Bis zu diesem Zeitpunkt war der Brand noch von niemandem bemerkt worden. Die sofort alarmierte Feuerwehr stellte bei ihrem Eintreffen am Tatort zwei Brandherde fest: im Schlafzimmer der Zwei-Zimmer-Wohnung und in einem Bretterverschlag auf dem Dachboden, fest. Während das Schlafzimmer aber schon fast völlig ausgebrannt war, wurde der Brand auf dem Dachboden rechtzeitig entdeckt, bevor nennenswerter Schaden entstand. Verletzt wurde niemand, der in der Wohnung entstandene Sachschaden wird auf rund 15000 Euro geschätzt.
Der alkoholisierte Verdächtige ließ sich in der Nähe seiner Wohnung widerstandslos festnehmen. Er war bereits polizeilich bekannt. Im Jahr 2003 hatte er in seiner damaligen Wohnung in Mössingen Feuer gelegt und war deshalb zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. (pd)