Messe - Die Binea startet am 29. Januar in der Stadthalle Reutlingen. Auch Weiterbildung ist ein großes Thema

Binea: Baustein für die Zukunft

VON NIKO KAPPEL

REUTLINGEN. Vor zehn Jahren in der Listhalle begonnen, seit zwei Jahren in der Stadthalle: Die Bildungsmesse Neckar-Alb, kurz Binea, informiert am 29. und 30. Januar alle Altersgruppen über Möglichkeiten, Chancen und Perspektiven der Aus- und Weiterbildung – wieder bei freiem Eintritt.

FOTO: SÜDWESTMETALL
FOTO: SÜDWESTMETALL
Organisiert wird die Binea von der Reutlinger Eventmanagement- und Designagentur Solutioncube, mit Unterstützung der Stadt, der Bundesagentur für Arbeit, der AOK, der Südwestmetall und des Regionalbüros Neckar Alb für berufliche Fortbildung.

Auf über 2 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche stellen 119 Betriebe sich selbst und ihre Ausbildungsstellen vor. Auf Wunsch der Aussteller wurden die Flächen der Stände vergrößert, daher sind es sechs weniger als im Vorjahr. Aufrund des hohen Interesses seitens der Unternehmen habe der Veranstalter Absagen verteilen müssen: »Neben dem Bewerbungseingang ist vor allem die Vielfalt bei der Auswahl wichtig«, betont Sarah Wurth von Solutioncube. »Es geht nicht darum, am Ende 50 Banken auf der Messe zu haben. Die Besucher sollen auch neue Berufsfelder kennenlernen.«

Allein 73 teilnehmende Betriebe informieren auf der Binea über Möglichkeiten der weiterführenden Ausbildung nach der Schule. Aber auch Auslandsaufenthalte, betriebliche Ausbildungen und Weiterbildungen zum lebensbegleitenden Lernen werden vorgestellt.
»Das Thema berufliche Ausbildung spielt nach wie vor eine riesige Rolle«
 
Auf der Binea wird auch neben dem Informationsaustausch an den Ständen einiges geboten sein. Die Agentur Solutioncube veranstaltet ein großes Gewinnspiel mit Sachpreisen im dritten Stock der Stadthalle. Die über 40 Ausbildungsberufe der Metall- und Elektroindustrie werden vor der Stadthalle in einem Info-Truck mit Personal und Anwendungen zum Anfassen und Ausprobieren vorgestellt. Menton bringt die Besucher wie vergangenes Jahr mit einem Shuttlebus auf das eigene Firmengelände und ermöglicht Einblicke in das Werkstattleben in der Automobilbranche. Am Stand der Agentur für Arbeit kann jeder Besucher kostenlos seine Bewerbungsunterlagen überprüfen lassen und sich hilfreiche Tipps für die Erstellung eines Lebenslaufs holen.

Eines haben sich die Aussteller besonders zum Thema gemacht: »Wir wollen gerade den Schülern abstrakt wirkende Ausbildungen, wie die zum Sozialversicherungsfachangestellten näher bringen«, sagt Stefanie Schmidt, Ausbildungsleiterin bei der AOK. Im persönlichen Gespräch ließe sich ein Beruf mit »so einem schwierigen Namen« viel besser vermitteln, als über das Internet. Die AOK ist zum zehnten Mal auf der Binea dabei. Schon drei Azubis konnten in den zurückliegenden Jahren direkt auf der Binea gefunden werden.

Seit geraumer Zeit beschäftigt der Fachkräftemangel die Branchen. »Auf der Binea wollen wir Alternativen bieten und zeigen, dass nicht jeder immer gleich studieren gehen muss«, sagt Dr. Christoph-Michael Pfefferle, Leiter des Amtes für Wirtschaft und Immobilien der Stadt. Außerdem betont er: »Gerade für Reutlingen als Wirtschaftsstandort ist es die wichtigste Aufgabe, Nachwuchs zu gewinnen«.

Laut Petra Kriegeskorte vom Regionalbüro Neckar-Alb liegt dieses Jahr der Fokus der Binea mehr denn je auf der Weiterbildung. Gerade für Quereinsteiger oder Frauen, die nach der Familiengründung wieder in das Berufsleben einsteigen wollen, biete die Messe viele Perspektiven. Die speziellen Angebote sind in der Stadthalle mit »Weiterbildung« gekennzeichnet.
»Durch persönlichen Kontakt soll Mangel an Azubis behoben werden«
 
Berufsorientierung im direkten Gespräch wollen die Veranstalter und Aussteller auch dieses Jahr wieder leisten. Die Interessen der Jugendlichen sollen vertreten sein, aber auch die der Erwachsenen, die eine Weiterbildung anstreben. Insgesamt sollen neue Perspektiven eröffnet werden – für Unternehmen und mögliche Bewerber. (GEA)

www.binea.de



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