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17.07.2017

Jubiläum - Fest zum 925-jährigen Bestehen von Gönningen pflegt die Gemeinschaft und den Austausch

Reutlingen

925 Jahre Gönningen: »Dank für das herrliche Dorf«

REUTLINGEN-GÖNNINGEN. Von Gönningern für Gönninger. So lautete am Wochenende das Motto, unter dem laut Christel Pahl in Reutlingens »flächenmäßig größter und natürlich auch schönster Bezirksgemeinde« kräftig gefeiert wurde. Begonnen hatte das Fest zum 925-jährigen Bestehen des Ortes bereits am Samstagnachmittag - und zwar mit einem historischen Akt. »Das ist der allererste Fassanstich in Gönningen«, betonte Bezirksbürgermeisterin Pahl, bevor sie zusammen mit ihrem Stellvertreter Gerold Bross gemeinsam den Weg für das Bier freimachte.

Der Kirchenchor sorgte für geistliche Klänge beim ökumenischen Gottesdienst.
Am ersten der beiden Festtage erinnerte Gönningens Rathauschefin vor allem an die Entstehung des Lokschuppens als kulturelle Einrichtung: Professor Paul Ackermann sei als damaliger Bezirksbürgermeister Initiator und Motor für die Sanierung der einstigen Lokwartungshalle gewesen. Zusammen mit Georg Mez »haben die beiden mit einem Riesenteam an Ehrenamtlichen und Handwerkern das Gebäude saniert«, so Pahl.

2002 wurde der Lokschuppen als damals hundertjähriges Gebäude wieder eröffnet - »die Kosten betrugen 430 000 Euro, eine Viertelmillion kam von der Stadt, 15 000 Euro vom Landesnetzwerk für Bürgerschaftliches Engagement, der Rest wurde durch Spenden und Eigenleistungen aufgebracht«, berichtete Christel Pahl.

Nach den trockenen Zahlen gab es am Samstagabend fetzig-rockige Klänge von der Band »Precious Time«: Vor der Bühne neben dem Lokschuppen herrschte auf dem rappelvollen Festgelände beste Partystimmung und so mancher Gönninger nutzte die Gelegenheit für ein Tänzchen. Und so mancher der Festgäste stand am nächsten Morgen schon wieder auf der Matte, als an gleicher Stelle unter der Leitung von Pastoralreferentin Birgit Leineweber und Pfarrer Alexander Behrend ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert wurde. »Wir danken für das herrliche Dorf Gönningen, das hier in wunderbare Natur eingebettet ist«, hieß es während der Fürbitten. »Wir freuen uns gemeinsam über diesen Ort und die Gemeinschaft«, war weiter zu hören. Und: »Dank für alle freiwilligen Helfer, die dieses Fest ermöglicht haben.«

»Der Ort ist TulpenhauptstadtDeutschlands«
 
Bevor der Musikverein den Staffelstab von Kirchen- und Posaunenchor übernahm, bevor die Spielstraße eröffnet wurde und sich Christel Pahl als erste Akteurin auf den wilden Stier beim »Bullriding« wagte (»ich habe gehofft, dass ich möglichst elegant fallen werde«) - da berichtete die Bezirksbürgermeisterin zunächst in einem kurzen Abriss über die 925-jährige Geschichte von Gönningen. So erinnerte sie etwa an die Herren von Stöffel, die einst in der riesigen Burg auf dem Stöffelberg thronten.

»Die Gründung der Gemeinde geht aber wahrscheinlich schon auf das 5. oder 6. Jahrhundert zurück.« Die erste urkundliche Erwähnung von »Ginningen« stammt allerdings aus dem Jahr 1092. »Nach diesen 925 Jahren kann Gönningen mit Recht stolz auf den Ort und die Geschichte sein.« Und das auch als Reutlinger Teilgemeinde. »Gönningen ist seit 1971 Reutlinger Stadtbezirk«, so Pahl.

»Der Ort ist ja eng mit dem Samenhandel verbunden und Tulpenhauptstadt Deutschlands«, berichtete die Bezirksbürgermeisterin. Dabei sei das Dorf auch grundsätzlich anders als andere. »Durch die Reisen der Händler haben die Gönninger eher über den Tellerrand geblickt und die Gemeinde war auch reicher als andere«, nannte Christel Pahl den Grund. Das zeige sich auch am Bezirksrathaus, »das ist das größte im Stadtgebiet«.

Abschließend sagte Christel Pahl Dank - besonders an den Festausschuss, »der mit viel Herzblut das Festwochenende vorbereitet hat«. Dank aber auch an den »Beleuchter«, der den Roßbergturm von innen zum Leuchten gebracht hat. »Was leider bei den hellen Nächten gerade kaum auffällt«, bedauerte sie. Aber: »Auf die Gönninger kann man sich verlassen - und das nicht nur beim gemeinsamen Feiern«, so das Fazit von Pahl. (GEA)

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