Umzug - Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) hat sein Wahlkreisbüro nach Reutlingen verlegt und gab seinen Einstand im Beisein illustrer Gäste
»Ich hab' mich verbessert«
Von Christoph B. Ströhle
REUTLINGEN. Dr. Nils Schmid (SPD) ist politisch in Reutlingen angekommen: Der baden-württembergische »Superminister« und Reutlinger Abgeordnete hat sein Wahlkreis- und Bürgerbüro am Nikolaiplatz 3 eröffnet. Seinen Einstand gab der gebürtige Trierer, der mit seiner Familie noch in Nürtingen wohnt, in dieser Woche im Kreis von Parteikollegen und geladenen Gästen aus Politik und Gesellschaft, darunter Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, Regierungspräsident Hermann Strampfer, die Hauptgeschäftsführer von IHK und Handwerkskammer, Dr. Wolfgang Epp und Dr. Joachim Eisert, Arbeitsagenturchef Ulrich Häfele, Prälat Dr. Christian Rose, Cornelius Grube, Intendant der Württembergischen Philharmonie, und Tonne-Verwaltungsleiter Matthias Schmied.
Nils Schmid im Gespräch mit Oberbürgermeisterin Barbara Bosch. Im Hintergrund: ein Wahlplakat von Willy Brandt.
FOTO: Christoph B. Ströhle
Größer und deutlich besser aufgeteilt als in seinem bisherigen Nürtinger Büro nannte Schmid die neuen Räume, die er von Vorgänger Rudolf Hausmann übernommen hat. »Man sieht: Ich hab' mich verbessert«, sagte er schmunzelnd.
Gespräche geplant
Auf den etwas blattarmen Ficus Benjamini neben seinem Schreibtisch angesprochen, meinte der Reutlinger Landtagsabgeordnete: »Es gibt halt wenig rote Zimmerpflanzen.« Der SPD-Kreisvorsitzende Sebastian Weigle schob frotzelnd nach: »Und die grünen schwächeln.«
Schmid will das Büro »mitten in Downtown Reutlingen« (so Weigle) anlassbezogen für Gespräche nutzen. Mit OB Bosch und ihren Amtskollegen wolle er sich demnächst über einen »kommunalen Pakt für Kinderbetreuung und vorschulische Bildung« unterhalten, kündigte er an. Ziel solle es sein, »Qualitätsverbesserungen im Kindergarten und bei der Sprachförderung zu erreichen« und beim Ausbau der Kleinkindbetreuung voranzukommen.
Ein Sanierungsprogramm, das die grün-rote Landesregierung noch vor der Sommerpause verabschieden will, solle helfen, den Sanierungsstau bei Landesgebäuden zu beseitigen. Profitieren werde auch die Hochschule Reutlingen, bei deren Gebäudebestand der Minister »dringenden Bedarf« ausmachte. (GEA)
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