Integration - Sprangerschule, TSG Young Boys und die Stadt Reutlingen kooperieren beim Projekt »Happy Integration Kids«. Beim Auftakt in der Turnhalle ging es zur Sache

»Happy Integration Kids«: Gemeinsam am Ball

VON ALEXANDER RABE

REUTLINGEN. Im Fußball ist Multikulti längst Normalität. In der Nationalmannschaft ebenso wie in Amateur-Teams. Auf dem Spielfeld sind Hautfarbe, Herkunft und Sprache nicht so wichtig wie Teamgeist, Fairplay und einfache Regeln. Gemeinsames Kicken schweißt zusammen - ideale Bedingungen für eine gelingende Integration.

30 Kinder profitieren vom Projekt »Happy Integration Kids«, das jetzt mit 500 Euro gefördert wurde.
30 Kinder profitieren vom Projekt »Happy Integration Kids«, das jetzt mit 500 Euro gefördert wurde. FOTO: Alexander Rabe
Die Eduard-Spranger-Schule, die TSG Young Boys und die Stadt Reutlingen wissen das. Deshalb haben sie das Integrationsprojekt »Happy Integration Kids« gemeinsam mit »jb fairplay« organisiert und in Reutlingen bereits zum zweiten Mal realisiert. Hinter jb steht der DFB-A-Lizenz-Trainer Jochen Bauer, der jetzt 30 Schüler und Flüchtlingskinder in der Spranger-Turnhalle begrüßte und mit Young-Boys-Jugendkoordinator Tolga Topcu, Sprangerschul-Sportlehrer Patrick Schuller und weiteren Helfern einen vierstündigen Fußball-Tag anbot.

Abgekämpft, aber happy, sitzen die Kids bei der Abschlussrunde auf ihren Bänken. »Hat's euch Spaß gemacht?«, fragt Bauer. »Jaaaaaaa«, schreien die 30 Nachwuchs-Kicker, von denen die Hälfte Migrationshintergrund hat. Als sich die Situation wieder beruhigt hat, erklärt Uwe Weber, Leiter des Amtes für Schulen, Jugend und Sport, den Kindern, dass das Projekt nachhaltig angelegt ist. Denn der Fußball-Tag war buchstäblich ein »Kick off«. Bis zum Schuljahresende wird die Aktion einmal pro Woche fortgesetzt. Weber ist dankbar, dass Ehrenamtliche der Young Boys dies möglich machen.

Erkenntnisse fürs Leben

Auf die Frage, was ihnen gefallen hat, antwortet ein Schüler: »Dass wir nicht gestritten haben nach Fouls. Wir hatten einfach Spaß.« Ein anderer ergänzt: »Dass alle gleich behandelt wurden.« Im Hinblick auf den Integrationsgedanken schöne Erkenntnisse. Die Kinder lernen Regeln kennen, die ein Stück weit aufs ganze Leben übertragbar sind. Durch das Projekt sollen die Kids im Bereich Bildung und Sport in der Schule und im Verein gefördert werden.

»Der Hauptgedanke ist, dass uns die Vielfalt alle schlauer macht. Wir lernen von denen, die anders sind«, sagt Gabriele Kupfer, Konrektorin der Gemeinschaftsschule. Sie lobt Jochen Bauer für seine Initiative und dafür, dass er bei verschiedenen Firmen und Unterstützern Geld aufgetrieben hat, mit dem das Projekt durch die Young Boys weitergeführt werden kann. Großen Applaus gibt es, als der entsprechende 500-Euro-Scheck zur Förderung integrationsbedürftiger Kinder überreicht wird.

Bauer dankt für die »tolle Kooperation« zwischen Schule, Verein und Kommune und ermunterte die Jungs, künftig das Fußball-AG-Angebot wahrzunehmen. »Verfolgt eure Ziele, dann könnt ihr alles erreichen«, sagt er und am Ende gibt's noch eine Überraschung: Der einstige Zweitliga-Kicker Benjamin Kern schaut vorbei und signiert am Ende die nagelneuen Fußbälle 30 strahlender Kinder. (GEA)



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