Stadtradeln - Das »Team GEA« ist mit 24 Teilnehmern am Start und derzeit auf Platz 8 der Reutlinger Teamwertung

»Das macht den Kopf frei«

REUTLINGEN. Das Jubiläum »200 Jahre Fahrrad« war dem Reutlinger General-Anzeiger eine breit angelegte Verlagskampagne wert - da lag's auf der Hand, dass der GEA sich auch dieses Jahr wieder an der Stadtradel-Aktion beteiligt, die in Reutlingen seit zwei Wochen und noch bis Freitag, 14. Juli, läuft. Team-Kapitänin ist Iris Goldack vom Marketing. Sie fährt »aus Überzeugung ganzjährig, auch wenn es regnet«, Fahrrad und freut sich »über jeden, der es ebenfalls versucht«.

FOTO: Jürgen Meyer
Deshalb hat sie sich als Teamchefin mächtig ins Zeug gelegt und Kollegen aus allen Verlagsbereichen - Redaktion, Anzeigen, Vertrieb, Technik, Marketing - gewonnen: Von anfangs 15 Stadtradlern ist das »Team GEA« mittlerweile auf 24 Frauen und Männer gewachsen, die es bislang auf 3 500 Kilometer und somit Platz 8 in der Reutlinger Teamwertung gebracht haben. CO2-Einsparung laut Stadtradel-Rechner: über 500 Kilo.

Etwas bescheidener fällt derzeit die Platzierung in der »relativen« Wertung aus. Hier werden die Teamkilometer auf die Teilnehmerzahl umgelegt, was die GEA-Radler mit einem Durchschnittwert von 162 Kilometern auf Platz 13 zurückfallen lässt. Jedoch kein Grund, sich zu grämen, denn letztendlich wendet sich die Stadtradel-Kampagne nicht nur an »Kilometerfresser«, sondern auch an Kurzstreckenradler oder Autofahrer, die einen Anreiz brauchen, die Benzinkutsche öfter mal gegen das Rad zu tauschen.

Diesen Anreiz braucht André Sanzi nicht. Der SAP-Administrator beim GEA hatte schon voriges Jahr die Spitzenposition beim Stadtradeln inne und ist auch 2017 wieder - zumindest derzeit - mit aktuell 478 Kilometern der Champion im »Team GEA«. Er fährt das ganze Jahr über mit dem Fahrrad zur Arbeit und ist »in der Freizeit am liebsten mit dem Mountainbike auf den Waldwegen der Schwäbischen Alb unterwegs«.

Ihm auf den Fersen sind derzeit Marketing-Leiter Joachim Bräuninger (386 Kilometer) und GEA-Werkstatt- und Fuhrparkleiter Frank Frey (346). Ersterer radelt nicht nur regelmäßig von der Haid zum Arbeitsplatz in Reutlingen, sondern in der Mittagspause gerne auch mal ins Arbachtal: »Das macht den Kopf frei«.

Frank Frey pendelt regelmäßig zwischen Öschingen und dem Burgplatz und freut sich dabei vor allem auf der Hinfahrt zur Arbeit, früh morgens zwischen fünf und halb sechs, wenn er Rehe oder auch mal »zwei Wildschweine mit sechs oder sieben Frischlingen« sieht. Die 200-Kilometer-Marke bereits geknackt haben ferner Michael Weiß, technischer Leiter des GEA, und Irmgard Walderich, Redakteurin in Tübingen. Michael Weiß fährt, wenn's nicht regnet, mit dem Rad zur Arbeit und braucht mit 20 Minuten »nur unwesentlich länger als mit dem Auto«. Dafür kommt er »total relaxed und frisch im Büro an«.

Spitzenreiterin in der Damenwertung ist Gabi Zuege vom redaktionellen Service-Pool mit 311 erradelten Kilometern. Auch sie fährt mit dem Rad zur Arbeit. Beim Einkauf im Ort steigt sie aufs E-Bike um, das dank zweier Radtaschen ordentlich was wegschaffen kann.

Ab Montag sind in Reutlingen fünf Schlösser versteckt

Im Rahmen der Aktion »Stadtradeln« werden von Montag, 10. Juli, bis Freitag, 14. Juli, in Reutlingen fünf Fahrradschlösser versteckt.

Wer ein Schloss findet, gewinnt ein Fahrrad. Um eines der Räder zu gewinnen, gilt es, bei der interaktiven Schatzsuche das dazugehörige Fahrradschloss zu finden.

Die Schatzsuche startet am Montag, 10. Juli, um 10 Uhr. Punkt 10 Uhr werden auf www.finde-dein-rad.de/jetzt-mitmachen/reutlingen

Hinweise veröffentlicht, die spielerisch zum Versteck eines Schlosses führen. Den Ablauf und weitere Informationen gibt es auch auf YouTube.

Initiator dieses Detektivspiels ist die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW). Denn vor genau 200 Jahren fuhr Freiherr Karl von Drais erstmals auf einer Laufmaschine durch Mannheim. Seine Laufmaschine gilt als Urform des heutigen Fahrrads. (GEA/pr/sv)
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