Reutlingen
Lichtblick - Die Reutlinger Arbeiterbildung, die vor dem finanziellen Aus stand, schöpft nach dem Eingang zahlreicher Sympathiebekundungen und Spenden Hoffnung

»Aus ganzem politischen Spektrum«

REUTLINGEN. Der Verein Arbeiterbildung schöpft nach eigenen Angaben Hoffnung. Die Ankündigung der Arbeiterbildung Reutlingen, ihre Beratungsarbeit aus finanziellen Gründen einstellen zu müssen, führte zu einer breiten Reaktion in der Reutlinger Öffentlichkeit.

Der gesamte Vorstand sowie Sozialberater Peter Langos seien überrascht gewesen, so eine Pressemitteilung, »von so vielen Personen angesprochen zu werden, die bedauerten, falls es zu einer Beendigung der bisherigen Beratungsarbeit für Erwerbslose kommen würde«.

Anschluss beantragt

Auf der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds zum 1. Mai in Reutlingen hätten sie »auch Zuspruch aus dem ganzen politischen Spektrum in Reutlingen« erfahren, so die Vorstandsmitglieder.

Motivierend sei jetzt vor allem die konkrete finanzielle Hilfe, die erste Spender der Arbeiterbildung fest zusagten und auch schon zukommen ließen, berichtet erleichtert Daniel Dohmel, Rechtsanwalt und Vorstandsvorsitzender. Als Erstes sei jetzt wieder ein Telefonanschluss beantragt worden, der in der aussichtslosen finanziellen Lage abgemeldet werden musste.

Gerade diese schnelle Unterstützung lasse jetzt die Hoffnung aufleben, mit weiteren Spenden doch noch bis zum 21. Mai die 10 000 Euro zu erhalten, die man für die Weiterführung der Beratungsarbeit bis zum Ende des Jahres benötige. Dies sei dann auch die Voraussetzung, um die Grundlage für eine nachhaltige Weiterarbeit ab 2011 zu legen.

In diesem Falle werde man dann gerne das Angebot für eine kulturelle Benefiz-Veranstaltung im Juni im Kulturzentrum »franz.K« aufgreifen, gab Dohmel bekannt. Das Ziel bleibe, die unabhängige und kostenlose Erwerbslosenberatung in Reutlingen zu erhalten und wenn möglich auszubauen. Eine Abnahme der Rat suchenden Erwerbslosen sei in der aktuellen Situation nicht absehbar.

Weitere Spenden würden noch dringend benötigt und die Spender könnten sich wegen des aktuell noch fehlenden Telefonanschlusses der Arbeiterbildung über Daniel Dohmels Telefonnummer oder per E-Mail melden. (pr)

0 71 21/4 33 14-04 (Fax -05)

arbi-rt@gmx.de


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