Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Wilhelm-Hauff-Realschule - Mensa und Räume für Ganztagsbetreuung sollen nach den Herbstferien bezogen werden

Wilhelm-Hauff-Realschule wächst im »Affentempo«

Von Petra Schöbel

PFULLINGEN. Pünktlich um 17 Uhr war »Schichtwechsel« auf der Baustelle des Erweiterungsbaus für die Pfullinger Wilhelm-Hauff-Realschule: Die Bauarbeiter gingen in den verdienten Feierabend, Gemeinderäte, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Bürgermeister Rudolf Heß traten an ihrer Stelle an. Allerdings schafften die Herren in legerer Sommerkleidung weniger schwer als der Bautrupp den ganzen Tag über. Der Bauausschuss des Gemeinderates war gekommen, um den Fortschritt des Projekts in Augenschein zu nehmen.

Jüngst war für die Mitglieder des Bauausschusses der Blick noch frei vom zweiten Obergeschoss des Realschul-Erweiterungsbaus. Die Wände werden jetzt betoniert, am 18. Juli soll bereits die letzte Decke eingebaut werden. Bezugstermin ist nach den Herbstferien. GEA-FOTO: PS
Jüngst war für die Mitglieder des Bauausschusses der Blick noch frei vom zweiten Obergeschoss des Realschul-Erweiterungsbaus. Die Wände werden jetzt betoniert, am 18. Juli soll bereits die letzte Decke eingebaut werden. Bezugstermin ist nach den Herbstferien. FOTO: Petra Schöbel
Im November vergangenen Jahres war Spatenstich, jetzt stehen bereits die ersten Wände des zweiten Obergeschosses. »Es geht hier in einem Affentempo voran«, stellte Architekt Bernhard Amann anerkennend fest. Verschalen, betonieren, ausschalen - das alles geschehe in kurzer Folge, damit der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden könne. Denn nach den Herbstferien möchte die Realschule den Betrieb aufnehmen in der Mensa und in den neuen Räumen für die Ganztagsbetreuung. An der Schule beschäftigten sich schon mehrere Arbeitskreise mit der Organisation des künftigen Schulalltags, erklärte Rektor Jürgen Albrecht.

Mediothek als Mittelpunkt

Noch besteht das Gebäude vor allem aus nackten Betonwänden und extra viele Stützen in den unteren Räumen. »Das ist eine zusätzliche Sicherungsmaßnahme«, erklärte Amann auf Nachfrage aus dem Gremium. Sie sollen, solang an den oberen Geschossen noch gebaut werde, die zusätzliche Last tragen helfen.

Amann erläuterte, wo die Küche, die Versorgungsräume und sanitäre Anlagen eingebaut werden und gab im ersten Stockwerk einen Ausblick auf die Besonderheiten der Mediothek, die nahezu das ganze Stockwerk ausfüllen wird. »Sie soll einmal der Mittelpunkt unseres Ganztagsbereiches werden«, betonte Albrecht.

Auf der aktuellen Baustelle in der zweiten Etage - in der vier weitere Funktionsräume untergebracht werden - genossen die Ratsmitglieder jetzt noch den Ausblick auf die Hänge des Pfullinger Westens. In rasantem Tempo werden derzeit die letzten Wände des obersten Geschosses hochgezogen. Am 18. Juli, stellte Amann in Aussicht, werde die letzte Decke eingebaut, am 30. Juli werden Dachdecker und Fensterbauer mit ihren Arbeiten beginnen.

Zu diesem Zeitpunkt soll in den unteren Räumen bereits der Innenausbau im Gang sein. Der enge Ablaufplan sei mit allen beteiligten Handwerkern genau koordiniert, stellte der Architekt fest. »Wir sind unserem Zeitplan momentan einen halben Tag voraus«, hob er hervor. Er gehe davon aus, dass alles rechtzeitig fertig werde, denn »wir haben lauter gute Firmen«.

Sowohl Amann wie auch Schulleiter Albrecht und Konrektor Hans Batsching lobten die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Lichtensteiner Bauunternehmen Schädler. Insbesondere Polier Ralf Fröhlich stehe stets in engem Kontakt mit der Schulleitung und reagiere prompt, wenn die Schule mit einem Anliegen, das die Bauarbeiten betreffe, an ihn herantrete.

Im Kostenrahmen

Bürgermeister Rudolf Heß wies darauf hin, dass trotz aktueller Preissteigerungen in der Baubranche der Kostenrahmen für das Projekt bisher eingehalten werde. »Wir haben mit unseren Ausschreibungen gerade den richtigen Zeitpunkt getroffen«, hob Architekt Amann hervor. Insgesamt wird der Erweiterungsbau rund 6,6 Millionen Euro kosten.

Rektor Jürgen Albrecht machte auf Nachfrage deutlich, dass die Schule auch mit dem Anbau noch nicht über ausreichend Klassenzimmer verfüge. »Wir werden lediglich eine Klasse, die jetzt in die methodistische Kirche ausgelagert ist, zurückholen können«, erklärte er. Es werde weiterhin notwendig sein, Klassen im Schloss und im Container unterzubringen. Die neuen Räume würden vor allem für die Ganztagsbetreuung genutzt und diesem Konzept eine neue Qualität verleihen. (GEA)



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