Jubiläum - Bahnengolfgemeinschaft Pfullingen feiert 25-jähriges Bestehen mit einem Nachtturnier
Viel Spaß und beachtliche Ergebnisse
Von Magdalena Kablaoui
PFULLINGEN. »Es läuft was im Verein.« Damit meinte der stellvertretende Bürgermeister Gert Seeger nicht nur die vielfältigen Aktivitäten die die Bahnengolfgemeinschaft Pfullingen bietet, sondern ganz konkret auch die Bälle, die hier im Laufe der 25-jährigen Vereinsgeschichte geschlagen wurden. Wenn die 32 Spieler der Gemeinschaft wöchentlich vier Mal auf die Bahn gingen, dann hätten sie die Bälle über eine Strecke geschlagen, die von Pfullingen bis nach Rom reichte.
Höchste Konzentration war beim Nachtturnier gefragt.
FOTO: Magdalena Kablaoui
Wenn sie mit jedem Schlag den Ball einen Zentimeter tief in den Boden trieben, dann wäre jetzt eine Tiefe von 14 Kilometern erreicht, erläuterte der Diplom-Mathematiker den staunenden und amüsierten Bahnengolfern, die zum »Doppeljubiläum« auf die Pfullinger Minigolfanlage gekommen waren.
Wie berichtet gründeten bahngolfbegeisterte Pfullinger vor 25 Jahren die Bahnengolfgemeinschaft Pfullingen, die mit derzeit 32 Mitgliedern zu den großen Vereinen im Württembergischen Bahnengolfsportverband gehört. Außerdem wurde heuer zum zehnten Mal auf dem von Pächter Roland Schimek seit vielen Jahren betreuten Platz ein Nachtturnier gespielt, eine Veranstaltung, die in der Art wohl einzigartig in Baden-Württemberg ist.
Wenige bekannte Sportart
Dietmar Schmidt, Präsident des württembergischen Bahnengolfsportverbandes, freute sich deshalb besonders darüber, wieder einmal bei dem Nachtturnier dabei sein zu können. Er wünschte der BG Pfullingen alles Gute und erwähnte in seinem Grußwort besonders den 14-jährigen Pfullinger Bahnengolfsportler Manuel Möhler, der erfolgreich Jugendturniere bestreitet.
Denn, so erklärte Schmidt später, dem Bahnengolfsport fehle der Nachwuchs. Junge Menschen binden sich nicht gern an einen Verein, so seine Erfahrung. Zudem sei Bahnengolf - Minigolf ist eine von verschiedenen Bahnengolfvarianten - als Sportart nicht so bekannt. Dem württembergischen Verband gehören 35 Vereine an mit rund 1 000 Mitgliedern.
»Gut Schlag«, wünschte Schmidt den 60 Spielern, die sich am reichhaltigen Büfett stärken konnten. Sie wurden in Dreiergruppen aufgeteilt, in denen jeweils Turnier- und Hobbyspieler zusammenspielten. Heinz Rein, der als Erster Vorsitzender der Pfullinger Bahnengolfgemeinschaft die Gäste begrüßte, erklärte die Regeln des Turniers, das über drei Runden ausgetragen wurde.
Ungewohnte Lichtverhältnisse
Für viele der aus ganz Württemberg angereisten Bahnengolfer nichts Neues. Sie kommen immer wieder gerne zum Nachtturnier. »Es ist etwas Besonderes«, beschreibt Beate Reiff-Bieber aus Engstingen die Stimmung. Vor allem der Lichteinfall müsse beachtet werden. Licht und Schatten seien ganz anders als tagsüber. Sie spielt zusammen mit Toni Klose und Gabi Steinhilber, die mit einer elfköpfigen Gruppe aus Hechingen angereist sind.
Auch Karin Fechter muss sich mit den »bei Dunkelheit ganz anderen Bahnver-hältnissen« arrangieren. Aber auch sie ist begeistert vom Pfullinger Nachtturnier, an dem sie zum dritten Mal teilnimmt. Wichtig sei die richtige Auswahl der Bälle, erklärt sie. Für jede Wetterlage und für jeden Untergrund gäbe es einen anderen Ball. Sie selbst besitzt 30 bis 40 Bahnengolfbälle.
Ende erst um 3 Uhr
Bis um drei Uhr nachts dauerte heuer das Turnier. Nur wenige haben nach der ersten oder zweiten Runde abgebrochen. Die beste Runde spielte Harry Bauer aus Asperg mit 31 Schlägen. Für ein Nacht-turnier eine beachtliche Leistung, der Bahnenrekord in Pfullingen liegt bei 24 Schlägen.
Ganz eng zusammen lagen die ersten Plätze vor allem bei den Männern in der Gesamtwertung der drei Runden: Bei den Turnierspielern siegte bei den Männern Peter Bieber mit 101 Schlägen, bei den Jugendlichen Frank Ratcliffe mit 104 Schlägen und bei den Damen puttete Beate Reiff-Bieber am besten ein mit 119 Schlägen.
Auch die reinen Freizeitspieler zeigten beachtliche Ergebnisse, allen voran Melanie Kammerer mit 151 Schlägen. Die Siegerin habe zuvor erst ein einziges Mal Minigolf gespielt, da staunt Rein und hofft, dass sie diesem Sport in Zukunft treu bleibt. (GEA)