Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Fest - Initiative für ein Kulturhaus in Pfullingen lädt alle zu einem gemeinsamen Fest im und rund um das Schloss ein. Den Veranstaltern geht's aber nicht nur ums Feiern

Verborgene Perle entdecken

VON ERWIN SCHEIB

PFULLINGEN. Möglichst viele Menschen, Vereine und deren Mitglieder »mit auf Tour nehmen« will die Initiative für ein Kulturhaus in Pfullingen (i'kuh) wenn es darum geht, »eine verborgene Perle im städtischen Grünzug zu entdecken«. Auf diese Perle hat i'kuh schon lange ein Auge geworfen, es ist das Renaissance-Schloss gegenüber dem Schlösslespark. Mit einem großen Fest am 25. September soll das ehrwürdige Gebäude wieder ins Licht gestellt werden. Das meinen die Veranstalter wörtlich, denn Leuchtwerk Tübingen wird am Festabend das im Zentrum vielfältiger Programmaktivitäten stehende Gebäude illuminieren.

Seit nunmehr 17 Jahre gibt's i'kuh. Und auch schon vor der Vereinsgründung hofften und träumten Menschen in der Stadt von einem Kulturhaus Pfullingen, von einer ordentlichen Portion Eigenständigkeit gegenüber dem kulturellen Angebot in der benachbarten Großstadt. Das eigene Kulturhaus wird in absehbarer Zeit ein Traum bleiben, wissen die realistisch denkenden Siegfried Maier und Britta Eichler, der i'kuh-Vorsitzende und seine Stellvertreterin.

Die Stadtoberen halten's für eine »wünschenswerte Sache«, haben die beiden in einem Gespräch mit Bürgermeister Rudolf Heß, Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle und Hauptamtsleiter Hubert Dyjas zu hören bekommen und sie haben auch noch die ermunternden Worte des Trios in den Ohren: »Bleiben Sie an dieser Sache dran«.

Traum vom Lichthof

Der Knackpunkt freilich ist, und darauf habe die Stadtverwaltung deutlich hingewiesen, berichten Maier und Eichler: Bei der Stadt ist das Geld rar. Die Verwaltung favorisiere deshalb ein Projekt mit Doppelnutzung, das Schlossgebäude als Kulturhaus pur werde wohl nicht möglich sein.

Maier und Eichler freilich hatten schon einige Zeit davor die Ohren gespitzt. Anlass war die Diskussion um die Realschulerweiterung. Damals hatte der Pfullinger Architekt Thomas Bamberg dem Gemeinderat zwei Vorschläge für die Schulerweiterung unterbreitet. Einer dieser Entwürfe, das um einen Seitenflügel erweiterte Schlossgebäude mit einem glasüberdachten Lichthof, gefiel dem i'kuh-Führungsteam sehr gut.

i'kuh ist klar, sagen die beiden, dass die Initiative das Ziel alleine nicht erreichen kann - und auch nicht will. Hinter solch einer Einrichtung müssen viele Bürger und möglichst alle Vereine stehen, meinen Maier und Eichler. Sie sehen in einem Kulturhaus die Chance, dass sich die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt verstärken könnte.

Doch wollen das auch die Bürger, wollen sie ein Kulturhaus? Auf diese Frage erhofft sich i'kuh mit dem Fest am 25. September am Pfullinger Schloss ein möglichst großes Feedback. Es geht also nicht nur ums Feiern.

Die am Schloss notwendige Sanierung und Erweiterung, die Finanzierung und die Nutzungskonzeption wollen gut und langfristig geplant sein. Deshalb hofft die Initiative, dass sich beim Fest möglichst viele Bürger, Vereine, Stifter und Mäzene ein Stelldichein geben und gemeinsam mit i'kuh auf Tour gehen werden.

Kondschak kommt mit Kapelle

Das Programm beginnt um 19 Uhr. Zuerst gibt es auf verschiedenen rund um das Schloss aufgebauten Bühnen neunzig Minuten lang Beiträge von Musikschule, Stadtkapelle, Geschichtsverein, Glöckeleshexa, Uracher Swingchor »Die Pestilenz«, Foto Burgemeister und dem Generationentheater mixed pickels. Von 20.30 Uhr an ist dann die große Bühne frei für Heiner Kondschak mit Kapelle. (GEA)



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