Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Umfrage - Großes Echo auf Fragebogen-Aktion der Pfullinger Initiative i'kuh. 40 Vereine haben geantwortet

Umfrage: Rückendeckung für Kulturhausidee

Von Petra Schöbel

PFULLINGEN. Kulturelle Veranstaltungen haben für viele Pfullinger Vereine eine große Bedeutung. Allein, es fehlen bisweilen die passenden Räume dafür. Vor allem für das »mittlere Segment« - das heißt, für Konzerte, Aufführungen oder andere Events mit bis zu 300 Besuchern - gibt es zu wenig passende Veranstaltungsorte in Pfullingen. Das hat die Umfrage der Kulturinitiative i'kuh und der Stadtverwaltung klar ergeben. Und auch die langjährige i'kuh-Forderung nach einem Kulturhaus in der Echazstadt wird von vielen Vereinen unterstützt, stellt der Vorsitzende Sieger Maier zufrieden fest.

Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Lesungen: Nach Ansicht etlicher Vereine fehlen für solche Veranstaltungen in Pfullingen Räume, insbesondere für Veranstaltungen mit 200 bis 300 Besuchern.  GEA-ARCHIVFOTOS
Konzerte, Theateraufführungen, Vorträge, Lesungen: Nach Ansicht etlicher Vereine fehlen für solche Veranstaltungen in Pfullingen Räume, insbesondere für Veranstaltungen mit 200 bis 300 Besuchern. FOTO: Gabriele Leippert
Vor den Sommerferien hatten die Kulturinitiative und die Stadtverwaltung die Umfrage unter den Pfullinger Vereinen gestartet (der GEA berichtete). Einen dicken Stapel ausgefüllter Fragebögen haben sie zurückbekommen. »Wir haben bis jetzt etwa 40 Bögen Rücklauf«, sagt Maier. Aus seiner Sicht ist das ein sehr gutes Ergebnis. Etwa 60 Vereine und Institutionen der Stadt seien relevant, wenn es um kulturelle Fragen gehe, erklärt er.

Gretchenfrage bleibt noch offen

Gezielt gefragt wurde nach dem Raumangebot für kulturelle Veranstaltungen. Von Interesse war außerdem die Einschätzung des künftigen Bedarfs an Räumen, deren Größe und Ausstattung. I'kuh war es zudem wichtig, herauszufinden, wer sich in die Ausarbeitung einer Konzeption für ein Kulturhaus einbringen möchte. »Nahezu alle am Pfullinger Kulturbetrieb beteiligten Vereine und Institutionen haben detailliert und engagiert geantwortet«, freuen sich Sabine Hohloch vom Kulturamt und Maier.

Die Gretchenfrage »Wie hält es Pfullingen mit dem Kulturhaus?« kann damit zwar noch nicht beantwortet werden. Doch das es Bedarf an weiteren gut ausgestatteten Räumen für Veranstaltungen mit bis zu 300 Zuschauern gibt, lässt sich aus dem Rücklauf schon ablesen.

Nachgefragt sind darüber hinaus zusätzliche Räume für Vorträge und Veranstaltungen der Vereine. »Die Pfullinger Hallen sind oft zu groß oder ausgebucht, andere Räume zu klein und teilweise für kulturelle Veranstaltungen nicht ausgestattet«, stellen Sabine Hohloch und Sieger Maier fest.

Eine für den Betrieb eines Kulturhauses wichtige Voraussetzung ist die Bereitschaft der kulturell Aktiven zur Kooperation. »Dass das in Pfullingen praktiziert wird, wussten wir schon«, betont Maier, »aber jetzt können wir es schwarz auf weiß nachlesen, dass das für kulturelle Aktivitäten ausdrücklich gewünscht wird und ausgebaut werden soll.«

Rückendeckung für die Kulturhausidee gibt es zudem auch von den mit Vereinsheimen oder kirchlichen Räumen gut Versorgten: Ein Kultur- und Bürgerhaus wäre auch aus ihrer Sicht eine Bereicherung für das öffentliche Leben in der Stadt.

Schloss hoch im Kurs

Gespannt waren die Fragesteller auf konkrete Vorschläge zum Standort des Kulturhauses. Das Pfullinger Schloss steht dabei hoch im Kurs, wird zum Teil aber auch kritisch gesehen wegen der eingeschränkten bautechnischen Möglichkeiten. Deshalb wird auch ein moderner Anbau als Ergänzung ins Spiel gebracht. Das Gleiche gilt für die Klosterkirche, das andere »innerstädtische Juwel mit Kultcharakter«, wie Sabine Hohloch hervorhebt. Auch das eine oder andere leer stehende Fabrikle wurde erspäht und empfohlen. Zentral und für alle gut erreichbar soll es auf jeden Fall sein, da sind sich alle einig.

Mit dem umfangreichen Material soll jetzt gearbeitet werden: Es dient zuerst als Beratungsgrundlage für Verwaltung und Gemeinderat. Später, wenn das Kultur- und Bürgerhaus in die Planungsphase gehen sollte, wird es Quelle für weitere konkrete Nachfragen sein.

Nachgedacht wird jetzt auch über die Gründung eines »Forums Kulturhaus«. Die Bereitschaft, daran mitzuarbeiten, sei grundsätzlich vorhanden, kann Sabine Hohloch an die Verantwortlichen im Rathaus melden. Ein Grund mehr, betont Maier, sich bei den Teilnehmern der Umfrage zu bedanken.

Der Fragebogen steht weiter für Vorschläge und Anregungen zur Verfügung. Er ist auf der i'kuh-Homepage zu finden und im Kulturamt erhältlich. (pm/GEA)

www.ikuh-pfullingen.de



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