Gebäudeunterhalt - Das Dach wird repariert
Uhlandhalle bleibt erhalten
PFULLINGEN. Durch das Dach der Uhlandhalle tropft das Wasser. Nicht mehr lange, denn der Bauausschuss des Gemeinderats hat beschlossen, dass das Dach dauerhaft saniert werden soll. Damit ist auch klar, dass die Halle weiterhin erhalten bleibt.
Im Zusammenhang mit der Diskussion um den Bau einer neuen Sporthalle bei den Pfullinger Hallen machte nämlich das Gerücht die Runde, wonach die Uhlandhalle nicht mehr benötigt werde und deshalb abgebrochen werden solle. Dem ist nicht so, wie Bürgermeister Rudolf Heß in der Sitzung erklärte.
Gert Seeger hatte nachgefragt. Der CDU-Stadtrat sah auch nach dem Bau einer neuen Sporthalle noch Bedarf an der Uhlandhalle. Akut ist die Frage nach der Erhaltung der Uhlandhalle allerdings nicht. Das Projekt neue Sporthalle lässt sich angesichts der finanziell klammen Stadtkasse in absehbarer Zeit nicht umzusetzen, sagte Heß.
Korklage durchnässt
In der Uhlandhalle peilte das Stadtbauamt zunächst eine punktuelle Sanierung an. Als die Dachhaut geöffnet wurde, zeigte sich, dass sowohl die Abdichtung wie auch die dazwischenliegende isolierende Korklage komplett durchnässt sind, berichtete Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle.
Außerdem wurde sichtbar, dass auch aus dem Dachteil, das zunächst nicht saniert werden sollte, unter der Abdichtung Feuchtigkeit beziehungsweise Wasser austritt.
Oehrle wies auf die Gefahr hin, dass dadurch die neu aufgebrachte Teilfläche in kurzer Zeit wieder beschädigt werden könnte. Dies wiederum könne weitere Schäden an der tragenden Dachkonstruktion verursachen.
Der Stadtbaumeister schlug für eine dauerhafte Sanierung vor, die komplette Dachabdichtung zu erneuern und eine neue, zwölf Zentimeter starke Dämmung einzubauen.
Treppenweg muss warten
Der Bauausschuss stimmte zu, musste aber bei den 65 000 Euro Kosten eine Kröte schlucken. Diese Investition ist nämlich im Haushaltsplan für das laufende Jahr nicht vorgesehen.
Das Geld wird jetzt vom 100 000-Euro-Etatansatz für die Sanierung des Treppenwegs im Ahlsberggebiet abgezwackt. Seeger bat das Stadtbauamt, mit dem verbliebenen Geld den Treppenweg wenigstens so herzurichten, dass er von Müttern mit Kinderwagen genutzt werden kann. »Im jetzigen Zustand kommt nicht mal Extrembergsteiger Reinhold Messner hoch«, merkte er mit einem Augenzwinkern an. (esch)