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Breitbandausbau - Gemeinde Lichtenstein wird Fördermittel erhalten. Baubeginn jetzt ohne Bescheid möglich

Schnelleres Internet für die Bürger Lichtensteins

LICHTENSTEIN. Den Bürgern Lichtensteins wird in absehbarer Zeit schnelleres Internet mit einer Grundversorgung von 50 Megabit zur Verfügung stehen. Die Firma Gasline wird jetzt im Rahmen des von der Breitbandversorgungsgesellschaft im Landkreis Sigmaringen (BLS) beauftragten Aufbaus eines interkommunalen Breitbandnetzes, das als sogenannte Backbone-Struktur von Pfullingen bis auf die Alb nach Sonnenbühl und Trochtelfingen reichen wird, auch Glasfaserkabel für die Breitbandversorgung der Gemeinde mitverlegen. Bürgermeister Peter Nußbaum hat am Donnerstag die neuesten Entwicklungen dazu im Technischen Ausschuss des Gemeinderats erläutert.

FOTO: dpa
Demnach steht dem Vorhaben der Gemeinde, im Zuge dieser Maßnahme sämtliche Ortsteile an das Breitbandnetz anzuschließen, nichts mehr im Weg. Das ausführende Unternehmen Gasline habe sich beim zuständigen Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration rückversichert, dass die Arbeiten für dieses Projekt gestartet werden können, obwohl der Förderantrag noch nicht genehmigt ist. »Es liegt jetzt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vor, die Fördermittel werden also auf jeden Fall fließen«, erklärt der Bürgermeister auf Nachfrage des GEA.

Für den Anschluss der Göllesberg- und der Traifelbergsiedlung von Holzelfingen her und bis zu den jeweiligen Nachbargemeinden St. Johann und Engstingen werden rund 6,4 Kilometer Glasfaserleitungen benötigt, deren Verlegung insgesamt rund 238 000 Euro kosten wird. Da das Land großzügig Zuschüsse gewährt, muss die Gemeinde lediglich 16 000 Euro davon als Eigenanteil übernehmen. Die Förderquote liegt bei 93 Prozent.

Leerrohre werden mitgenutzt

Den innerörtlichen Ausbau des Breitbandnetzes wird, wie Nußbaum berichtet, die Telekom übernehmen. Das Unternehmen hatte Mitte 2016 angekündigt, sich in Lichtenstein zu engagieren und Glasfaserkabel bis zu den Kabelverzweigern zu verlegen. Nur in den Gewerbegebieten, deren Anschluss die Gemeinde selbst übernimmt, werden die Anschlüsse bis in die Gebäude der Nutzer verlegt.

Nach Nußbaums Angaben wird auch das Unternehmen Unitymedia die Gelegenheit nutzen, und sein bereits bestehendes Netz ertüchtigen. »So werden auch die Kunden dieser Telekommunikationsgesellschaft in den Genuss einer besseren Breitbandversorgung kommen«, betont der Bürgermeister. Keine grundsätzlichen Einwände habe es im Technischen Ausschuss zu der Anfrage der Firma Gasline gegeben, für den Ausbau des Kabelnetzes die bereits im Boden liegenden Leerrohre der Gemeinde entlang der Zahnradbahntrasse mitzunutzen, erklärte Bürgermeister Nußbaum. (ps)

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