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Windkraft - Wilhelm von Urach sieht den Lichtenstein durch die geplanten Windkraftanlagen bedroht und fordert die Bürger auf, sich im Verfahren einzubringen

Schlossherr des Lichtenstein zeigt Flagge gegen Windkraft

LICHTENSTEIN. Lange hat er sich zurückhaltend geäußert. Jetzt zeigt Schlossherr Wilhelm Albert von Urach Flagge. Auf dem Turm des Lichtensteins flattert weithin sichtbar das Banner mit der Aufschrift: »Keine Windräder beim Schloss«.

Der Protest gegen die Windkraftanlagen ist weithin sichtbar.  FOTO: PRIVAT
Der Protest gegen die Windkraftanlagen ist weithin sichtbar. FOTO: PRIVAT
»Zu diesem Vorhaben werde ich nicht schweigen«, sagt von Urach, Schlossherr und Vertreter der Eigentümerfamilie von Urach, »weil mit den Windrädern, jedes so hoch wie der Stuttgarter Fernsehturm, ein Teil der Identität des Schlosses verloren gehen würde.« Der Lichtenstein sei nicht nur das Bauwerk selbst, er sei auch ein Teil der Landschaft und als Blickpunkt für verschiedene Sichtachsen angelegt: »Die Landschaft prägt den Lichtenstein, und der Lichtenstein prägt die Landschaft.«

Das Landesdenkmalamt, der Schwäbische Heimatbund und der Schwäbische Albverein lehnten die Windräder an diesem Standort ab. Bisher wurden über 6 000 Einwendungen erhoben. Im Moment liegt die immissionsschutzrechtliche Genehmigung in den Gemeindeverwaltungen von Lichtenstein, Engstingen und Sonnenbühl sowie im Landratsamt Reutlingen öffentlich aus, können Bürger ihre Einwände bis einschließlich 1. Juni im Verfahren geltend machen.

»Meine Familie, mein Vater und ich werden alles tun, um Schloss Lichtenstein vor Schaden zu bewahren und es der Heimat zu erhalten«, sagt auch Philipp von Urach. Für die Zeit der Auslegung werde die Fahne vom Turm des Lichtensteins wehen, um auf die Gefahr aufmerksam zu machen und zu ermutigen, Einfluss zu nehmen. Schloss Lichtenstein gehöre zu den bekanntesten Bauwerken Baden-Württembergs. Nach der Expertise des Landesdenkmalamts gilt es als ein Schlüsselwerk des Historismus in Deutschland. »Der Lichtenstein ist Sympathieträger und Symbol für das Land, den Kreis und die Gemeinde Lichtenstein. Über 100 000 Besucher machen ihn zum Schwerpunkt für Tourismus und Naherholung.« (GEA)



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