Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Narrenumzug - Zum 11. Geburtstag der Pfullinger Uschlaberghexa kommen 2 800 Hästräger und 10 000 Zuschauer

Reutlingen zur Unterstadt gebrüllt

PFULLINGEN. Zehntausend Menschen können sich nicht irren: Lautstark brüllten sie am Sonntagnachmittag gemeinsam Reutlingen zur Unterstadt von Pfullingen. Maßgebend bei der von Volker Fischer von den »Hausemer Schnaidrebbler« aus Hildrizhausen spontan und mit heißerer Stimme in die Wege geleiteten Volksabstimmung über die Frage, wer Unter-, wer Hauptstadt ist, war die Phonzahl.

Jubiläumsumzug Uschlaberghexa Pfullingen 2010
Viele Hexen trieben's gestern in Pfullingen ganz toll - sehr zur Freude der Zuschauer. FOTO: Gerlinde Trinkhaus
Und die Zeiger am Messgerät wiesen - wenn auch erst im dritten Anlauf - eindeutig in Richtung Pfullingen, was die ohnehin gute Stimmung am und im Narrenzug noch einmal kräftig anheizte.

Das war mitunter nötig, denn die Kälte zog bei dem drei Stunden dauernden farbenfrohen und lautstarken Spektakel so manchem an den Straßen und auf dem Markplatz stehenden Besucher unaufhörlich den Rücken hoch. Das wiederum brachte Leben in die Reihen der dicht gedrängt stehenden Zuschauer, wo so mancher Narrenwurmbetrachter mit tänzelnden Bewegungen gegen die Kälte ankämpfte.

Längst nicht alle hatten mit den Temperaturen ein Problem. Die schwarzhaarige Annika beispielsweise war zwar ganz blau im Gesicht, ansonsten aber bester Stimmung. Die Degerschlachter Eulen hatten sich die Zwanzigjährige geschnappt, drehten sie in ihrem Eulomat fast schwindelig. Andrea Goldammer, Vorsitzende des heuer elf Jahre alt gewordenen Pfullinger Narrenvereins Uschlaberghexa und Kommentatorin des Geburtstagsumzugs am Sonntag, vermutete zwar, dass Annika bei einem Narrenumzug »wohl nie mehr in der ersten Reihe stehen wird«. Weit gefehlt, Annika hat's riesig Spaß gemacht. Und blau im Gesicht war sie nur, weil sie kurz zuvor ein Narr mit einem Farbstift »geschminkt« hatte.

Langweilig wurde es wohl keinem der Zuschauer, unter ihnen Staatssekretär und CDU-MdL Dieter Hillebrand, Bürgermeister Rudolf Heß und sein Stellvertreter Martin Fink. 2 800 Hästräger aus rund 80 Narrenvereinen gaben sich in der Pfullinger Innenstadt ein beeindruckendes Stelldichein. Wilde, aber auch freundliche Hexen und Teufel, Wölfe und Wildsauen, bauten Pyramiden, mal in einer Reihe, mal rund aufgestellt. Guggenmusiken in zum Teil sehr fantasievollen Kostümen animierten die Zuschauer zum Singen und Schunkeln.

Narrenvereine aus der näheren Umgebung waren mit Motivwagen angereist. Was für die für einen reibungslosen Ablauf verantwortlichen Helfer (sie kamen aus den Reihen der Uschlaberghexa und befreundeter Vereine) nicht immer einfach war. Denn die Zuschauer gingen auf Schulterschluss mit den Narren. Die freigehaltene Strecke wurde so immer enger. Gut für die Stimmung, doch schwierig für die Sicherheit. Die Helfer aber hatten die Sache stets im Griff. Es gab keinerlei Probleme. (GEA)


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Narrenumzug

Uschlaberghexa Pfullingen feiern Jubiläum

Jubiläumsumzug Uschlaberghexa Pfullingen 2010
FOTO: Gerlinde Trinkhaus
 

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Reutlingen zur Unterstadt gebrüllt - Reutlinger General-Anzeiger - Region Reutlingen - Pfullingen / Eningen / Lichtenstein

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Narrenumzug - Zum 11. Geburtstag der Pfullinger Uschlaberghexa kommen 2 800 Hästräger und 10 000 Zuschauer

Reutlingen zur Unterstadt gebrüllt

PFULLINGEN. Zehntausend Menschen können sich nicht irren: Lautstark brüllten sie am Sonntagnachmittag gemeinsam Reutlingen zur Unterstadt von Pfullingen. Maßgebend bei der von Volker Fischer von den »Hausemer Schnaidrebbler« aus Hildrizhausen spontan und mit heißerer Stimme in die Wege geleiteten Volksabstimmung über die Frage, wer Unter-, wer Hauptstadt ist, war die Phonzahl.

Jubiläumsumzug Uschlaberghexa Pfullingen 2010
Viele Hexen trieben's gestern in Pfullingen ganz toll - sehr zur Freude der Zuschauer. FOTO: Gerlinde Trinkhaus
Und die Zeiger am Messgerät wiesen - wenn auch erst im dritten Anlauf - eindeutig in Richtung Pfullingen, was die ohnehin gute Stimmung am und im Narrenzug noch einmal kräftig anheizte.

Das war mitunter nötig, denn die Kälte zog bei dem drei Stunden dauernden farbenfrohen und lautstarken Spektakel so manchem an den Straßen und auf dem Markplatz stehenden Besucher unaufhörlich den Rücken hoch. Das wiederum brachte Leben in die Reihen der dicht gedrängt stehenden Zuschauer, wo so mancher Narrenwurmbetrachter mit tänzelnden Bewegungen gegen die Kälte ankämpfte.

Längst nicht alle hatten mit den Temperaturen ein Problem. Die schwarzhaarige Annika beispielsweise war zwar ganz blau im Gesicht, ansonsten aber bester Stimmung. Die Degerschlachter Eulen hatten sich die Zwanzigjährige geschnappt, drehten sie in ihrem Eulomat fast schwindelig. Andrea Goldammer, Vorsitzende des heuer elf Jahre alt gewordenen Pfullinger Narrenvereins Uschlaberghexa und Kommentatorin des Geburtstagsumzugs am Sonntag, vermutete zwar, dass Annika bei einem Narrenumzug »wohl nie mehr in der ersten Reihe stehen wird«. Weit gefehlt, Annika hat's riesig Spaß gemacht. Und blau im Gesicht war sie nur, weil sie kurz zuvor ein Narr mit einem Farbstift »geschminkt« hatte.

Langweilig wurde es wohl keinem der Zuschauer, unter ihnen Staatssekretär und CDU-MdL Dieter Hillebrand, Bürgermeister Rudolf Heß und sein Stellvertreter Martin Fink. 2 800 Hästräger aus rund 80 Narrenvereinen gaben sich in der Pfullinger Innenstadt ein beeindruckendes Stelldichein. Wilde, aber auch freundliche Hexen und Teufel, Wölfe und Wildsauen, bauten Pyramiden, mal in einer Reihe, mal rund aufgestellt. Guggenmusiken in zum Teil sehr fantasievollen Kostümen animierten die Zuschauer zum Singen und Schunkeln.

Narrenvereine aus der näheren Umgebung waren mit Motivwagen angereist. Was für die für einen reibungslosen Ablauf verantwortlichen Helfer (sie kamen aus den Reihen der Uschlaberghexa und befreundeter Vereine) nicht immer einfach war. Denn die Zuschauer gingen auf Schulterschluss mit den Narren. Die freigehaltene Strecke wurde so immer enger. Gut für die Stimmung, doch schwierig für die Sicherheit. Die Helfer aber hatten die Sache stets im Griff. Es gab keinerlei Probleme. (GEA)


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