Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Pfullinger Kulturwege - Zum Thema »K wie Kultur« gibt es das ganze Jahr über mehr als 40 Veranstaltungen

Pfullinger Kulturwege - Im Zeichen des goldenen »K«

VON PETRA SCHÖBEL

PFULLINGEN. »K wie Kultur« lautet in diesem Jahr das Thema der Pfullinger Kulturwege. Die Veranstaltungsreihe, die alle zwei Jahre von der Kulturwege-Kommission organisiert wird, gibt sich damit betont offen für alles, was sich unter das Label »Kultur« einordnen lässt.

 Bernd Schwab (von links), Regionaldirektor  der Kreissparkasse in Pfullingen, Kulturreferentin Sabine Hohloch und Felicitas Vogel, alle Mitglieder der Kulturwege-Kommission,  haben jetzt das Programm der Kulturwege 2018 vorgestellt, Künstler Patrice Bérard hat das goldene »K«, Kennzeichen der Veranstaltungsreihe, als Skulptur geschaffen.
Bernd Schwab (von links), Regionaldirektor der Kreissparkasse in Pfullingen, Kulturreferentin Sabine Hohloch und Felicitas Vogel, alle Mitglieder der Kulturwege-Kommission, haben jetzt das Programm der Kulturwege 2018 vorgestellt, Künstler Patrice Bérard hat das goldene »K«, Kennzeichen der Veranstaltungsreihe, als Skulptur geschaffen. FOTO: Petra Schöbel
»Und wir wollen damit auch einen Akzent setzen: Wir brauchen einen Ort für Kultur in der Stadt«, macht Felicitas Vogel deutlich, die einerseits Sprecherin der Kulturwege-Kommission ist, andererseits auch im neuen Förderverein für das Kulturhaus Klosterkirche (KuK) aktiv ist.

Seit rund 25 Jahren gebe es eine Initiative von Pfullinger Bürgern für ein Kulturhaus, erinnert Felicitas Vogel. »Inzwischen hat i'kuh an so vielen Orten Kultur präsentiert, dass es schon fast nicht mehr auffällt, dass das Ziel immer noch nicht erreicht ist«, betont sie. Deshalb wird trotz der Vielfalt der Veranstaltungen im Rahmen der Kulturwege das mögliche Kulturhaus, die Klosterkirche, im Mittelpunkt stehen und zwar mit einem Kultur-Wochenende »mitten im Ort« und zur Mitte des Jahres am 30. Juni und 1. Juli.

»Kultur-Nacht und -Tag im Klosterareal« ist das Fest überschrieben, das »überirdisch, unterirdisch, drinnen, draußen« eine große Bandbreite an »K wie Kultur« parat haben wird: Klassisches, Künstlerisches, Komisches, Krasses, Kritisches, Köstliches hinterm Sprechgitter, so versprechen es die Organisatoren. Ein eigener Flyer, in dem dies alles ganz konkret vorgestellt wird, soll rechtzeitig vorliegen, verspricht Sabine Hohloch vom Kulturamt der Stadt, die federführend die Vorbereitung der gesamten Reihe betreut.

»Wir wollen in diesem Jahr die ganze Stadt als Kulturraum bespielen«
 

Mehr als 40 Veranstaltungen, übers ganze Jahr verteilt, sind im Programm-Faltblatt im Leporello-Format verzeichnet und weisen mit jeweils einem goldenen »K« im Titel auf das Thema hin. Diesen Buchstaben hat der Pfullinger Künstler Patrice Bérard als Skulptur geschaffen, das goldene »K« wird bei den größeren Aktionen der Kulturwege-Reihe gut sichtbar aufgestellt werden.

Zum Beispiel bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 23. Februar, um 19.30 Uhr im Foyer der Kreissparkasse Pfullingen. Ein Sprecherensemble der Akademie für das gesprochene Wort wird zum »Großstadtrauschen« in der Kleinstadt einladen und dem Publikum einen literarisch-musikalischen Streifzug durch die Metropolen Europas präsentieren.

Kultur im Zeichen des »K« können Pfullinger und auswärtige Interessierte freilich schon vorher genießen. Start ist bereits morgen, Sonntag, 14. Januar, um 17 Uhr im Musiksaal der Schloss-Schule mit einem klassischen Konzert: Florian Hartmann (Bass) und Maximilian Merkle (Klavier) führen den Liederzyklus »Die Winterreise« von Franz Schubert auf. Am Donnerstag, 1. Februar, wird um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei die Ausstellung »K wie Kontraste« von Patrice Bérard eröffnet.

Etliche Künstler, Vereine, Organisationen, Institutionen und Gruppen aus der Echazstadt beteiligen sich wieder an der Gestaltung des Kulturwege-Programms, darunter auch wieder einige neue Akteure, wie Sabine Hohloch anmerkt.

Und so vielfältig wie die Aktionen und Veranstaltungen sind auch die Orte, an denen sie stattfinden. »Wir wollen in diesem Jahr die ganze Stadt als Kultur-Raum bespielen«, erklärt Felicitas Vogel. Mit dabei sind selbstverständlich die etablierten Kulturstätten wie Klosterkirche oder Stadtbücherei, aber auch Orte, die nicht unbedingt gleich mit Kultur in Verbindung gebracht werden. So gibt es zum Beispiel am 12. April im Jahnhaus den Vortrag »Rückenwind - Mit dem Fahrrad durch alle Kontinente«, zwei Tage später gibt es einen »Kulturaustausch - Südtirol trifft Schwaben« beim Südtiroler in der Gönninger Straße, am 4. Mai erfahren Interessierte Wissenswertes über »Körperkult und Gesundheit« im neuen Sportvereinszentrum peb2.

»Das ist eine rundum schöne Veranstaltungsreihe«
 
Ein ganzes Wohnviertel wird zum Schauplatz eines Nachbarschaftsflohmarkts unter dem Motto »Kruscht und Krempel« am 10. Juni rund um den Laiblinspark. »Kinder können - kombinieren, kreativ sein, Kunst schaffen, Kunststücke zeigen, köstlichen Kaffee kochen, Kuchen verkaufen, Klänge produzieren« heißt es am 8. Juni in der Uhlandschule. Einen »sagenhaften Kulturschock« erleben können alle, die am 16., 22. oder 23. Juni in der Mensa des FSG dem Generationentheater »Mixed Pickles« zuschauen.

Einen Einblick in die »Kulturgeschichte der Garn-Industrie in Pfullingen« gibt Waltraud Pustal am 9. September in der ehemaligen Fadenfabrik Knapp in der Hohe Straße 9/1. Die ganze Innenstadt wird zum sportlich-kulturellen Zentrum beim Citysprint im Rahmen der Nordic Trophy, ausgerichtet von der Skiabteilung des VfL Pfullingen am 15. September. Einen Tag später folgt das Sommerskispringen auf den Schanzen am Pfullinger Wasen. Dem goldenen »K« gewidmet wird auch die Jahresausstellung der Pfullinger Künstler, die am 19. Oktober in der Klosterkirche eröffnet wird. Zum Ende des Kulturwege-Jahres laden am 12. Dezember Kloga & Knoba zur Kellner-Komik ins Restaurant Klostergarten ein. Zum letzten Mal wird das goldene »K« am 14. Dezember bei einer kabarettistischen Lesung mit Klaus Tross in der Stadtbücherei in Erscheinung treten.

»Das ist eine rundum schöne Veranstaltungsreihe«, lobt Bernd Schwab, Regionaldirektor der Kreissparkasse Reutlingen in Pfullingen, die die Kulturwege seit Jahren unterstützt.

Die Pfullinger Bürger haben wieder Gelegenheit, sich an einem Fotowettbewerb zum Thema »Das alles ist Kultur« zu beteiligen. Bis zum 1. November können sie Bilder von Zuhause, von Reisen, von ungewöhnlichen oder alltäglichen Orten bei Kulturreferentin Sabine Hohloch einreichen. Eine Jury wird dann eine Auswahl treffen. Diese Fotos werden vom 22. November an bis Ende Januar 2019 in der Stadtbücherei ausgestellt. (GEA)

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