Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Kreativmarkt - Nette Gespräche, wunderbare Atmosphäre und viele attraktive Angebote in Pfullingens Innenstadt

Pfullinger Kreativmarkt: Blick über die Schulter des Künstlers

Von Magdalena Kablaoui

PFULLINGEN. »Es lässt sich gut an.« Nanett Kaulwell vom Reutlinger Catering- und Bewirtungsservice »SuppenGrün« ist zufrieden. Noch bevor die Mittagszeit richtig begonnen hat, sind etliche Portionen »Essen im Glas« verkauft. Vor allem Suppen und Eintöpfe nach internationalen Rezepten, aber mit frischen regionalen Produkten gekocht.

Mitmachen oder nur zuschauen: Der Kreativmarkt in Pfullingens Innenstadt bot für Kinder und Erwachsene jede Menge Attraktionen.
Mitmachen oder nur zuschauen: Der Kreativmarkt in Pfullingens Innenstadt bot für Kinder und Erwachsene jede Menge Attraktionen. FOTO: Magdalena Kablaoui
Genau das, was die Besucher vom Kreativ- und Biosphärenmarkt erwarten, der heuer bereits zum siebten Mal Besucherströme in die Pfullinger Innenstadt zieht. »Das Besondere hier sind die regionalen Sachen«, erklären Michaela und Andreas Losch, die sich gerade liebevoll arrangierte Gestecke und Bepflanzungen eines Floristen aus der Region anschauen. Die Qualität stimme bei den auf diesem Markt präsentierten Produkten. Vor allem auch bei den kunsthandwerklichen Angeboten.

Wie beim unicus-shop aus Sonnenbühl, in dem Taschen, Schals, Körbchen und vieles andere selbst entworfen und handgestrickt und -gehäkelt sind aus extra stabilem Garn. »Die Leute reagieren sehr positiv«, heißt es bei den Mitarbeiterinnen dort. Es interessiere sie, wie man das macht.

Nette Gespräche und die wunderbare Atmosphäre bei dem schönen Wetter – das genießt auch Ilona Werner, die aus eigenem Obstanbau Marmelade, Liköre, Öl, Kräuter und anderes herstellt. Es werde geguckt und gekauft – morgens noch etwas schleppend, doch nun zunehmend mehr. Bei den »Lichtensteiner Wildfrüchten« dagegen läuft es »irgendwie zäh heute«. Dabei können an diesem Stand 29 verschiedene Fruchtaufstriche verkostet werden. Säfte, Liköre und Marmeladen sind garantiert aus Früchten der Region, vieles aus Wildsammlungen.

Der siebte Pfullinger Kreativmarkt ist auch der bislang größte: Mehr als 80 Aussteller zeigen ihre Produkte oder bieten Kulinarisches an, die Fläche wurde um den Passy-Platz erweitert. Viele Aussteller, die beim vergangenen Mal dabei waren, hätten diesmal ihren Stand vergrößert, freut sich Cornelia Fetzer, Citymanagerin bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Pfullingen. Der Besuch sei aber auch »glänzend«.

Frisch gepresster Süßmost

Zudem habe man wieder beeindruckende Künstler für das Programm auf den Aktionsflächen gewinnen können wie Yannick Sy, die »Winters« und die Tänzer vom »Studio emanolito«. Von den zahlreichen Mitmach-Aktionen waren besonders die Kinder begeistert. »Ich hätte viel mehr Kleber und Blätter mitnehmen sollen«, so Stefanie Krug vom Reutlinger Atelier »Spilimbergo«, die Mosaikarbeiten für Kinder anbot. Nicht so gut wie dieses Angebot lief der Verkauf. »Der Tag ist wunderbar«, so Krug. »Aber ehrlich: es wird geschaut, nicht gekauft.«

Auch in »Ritas Kürbisparadies« war man etwas enttäuscht über den zumindest anfangs schleppenden Verkauf der Kürbisse. Dafür war die Kürbissuppe umso gefragter, und Kinder und Jugendliche nahmen gerne das Angebot an, sich für Halloween schon mal ein Kürbisgesicht zu schnitzen.

Erwachsene Besucher zeigten sich etwas zurückhaltender bei den Mitmach-Aktionen. Sie schauten den Künstlern lieber über die Schulter: Beispielsweise dem VHS-Dozenten Reinhold Maier, der Holz-Intarsienarbeiten ausführte und erklärte. Oder Carmen Schulze aus Rottenburg, die T-Shirts bemalte. Auch um Sägekünstler Billy Tröge scharten sich die Besucher, sobald er seine Motorsäge anstellte.

Bei der Steuerungsgruppe »Fairtrade-Stadt Pfullingen« gab es diesmal neben der Reispfanne und dem Fairwöhnkaffee fair gehandelte Limonade zu probieren. Hinterm Rathaus schenkte die Stadt zudem frisch gepressten Süßmost aus zehn Zentnern Äpfeln von Pfullinger Streuobstwiesen aus.

Für Spaß und Unterhaltung sorgten neben Clown Clip vor allem Helmut Bachschuster und Matthias Knodel als Kellnerduo Knoba Sörwiss, wie immer mit viel Situationskomik. (GEA)



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