Landes-Musik-Festival 2011 - Vorbereitungen für das große Treffen Anfang Juli laufen auf Hochtouren
Pfullingen wird klingende Stadt
Von Erwin Scheib
PFULLINGEN. In der Stadt Pfullingen wird in Vereinen viel, gerne und gut gesungen. Beim 14. Landes-Musik-Festival am Wochenende 9./10. Juli wird dieses Engagement aber locker überboten. Am ersten Festivaltag, am Samstag, werden nämlich etwa 2 000 Aktive aus Chören und Orchestern von Laienmusikverbänden, Musikschulen, Schul- und Kirchenmusik aus Baden-Württemberg Pfullingen in eine klingende Stadt verwandeln. Am Vorabend ist zudem das Südwest-Fernsehen zu Gast. Die Musikshow »SWR auf Tour« soll am Freitagabend vom Marktplatz aus live über den Sender gehen. Die Vorbereitungen für alle Veranstaltungen gehen ins Finale.
Gesangsgruppen von Vereinen und Schulen, Akkordeon- und Zupforchester, Ensembles von Musikschulen - sie alle sind am 9. Juli in Pfullingen beim Landes-Musik-Festival zu Gast.
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Ausgerichtet wird das Festival von der Stadt Pfullingen gemeinsam mit dem Deutschen Harmonikaverband. Anlass für das Fest in Pfullingen ist das 60-jährige Bestehen des Akkordeon-Orchesters der Albvereins-Ortsgruppe.
»Pfullingen (er) lebt Musik« ist das Festival überschrieben. Auf fünf Bühnen, verteilt in der Innenstadt, gibt's am Samstag von 10 bis 16 Uhr Auftritte von Gesangs- und Musikvereinen nonstop. Als Bühnenstandorte vorgesehen sind: Marktplatz, Schlösslespark, Schloss-Schule, Wilhelm-Hauff-Realschule und St. Wolfgangskirche.
Gospelnacht in der Martinskirche
Um 17 Uhr startet dann der bekannte TV-Moderator Markus Brock auf dem Marktplatz die zwei Stunden dauernde Schlussveranstaltung, die - entgegen der Namensgebung - längst nicht das Finale ist. In der Nacht zum Sonntag beispielsweise wird in der Martinskirche um 23 Uhr zur zweistündigen »Late Gospel Night« eingeladen. Die besten Gospelchöre aus den Reihen des Schwäbischen Chorverbands werden mit ihrer gleichermaßen ekstatischen wie meditativen Musik die Zuhörer unterhalten.
Das Programm der Schlussveranstaltung auf dem Marktplatz wird von der Jugend und damit von der Zukunft des Landesverbands gestaltet. Das Konzert trägt den Titel eines Songs von John Miles: »Music was my first love«. Die Idee dazu hatte Heiderose Riefler (Gomaringen). Und das kam so: Riefler hatte mit ihren Akkordeonspielern für ein Konzert den von John Miles interpretieren Song einstudiert und spürte bald: Das ist Popmusik, die auch bei reiferen Zuhörern ankommt und so zu einer Brücke zwischen Jung und Alt werden kann.
Ebenfalls am Samstag läuft auf einer Bühne im Klostergarten von 11 bis 17 Uhr ein Open-Sound-Festival, gestaltet von den Kinder- und Jugendchören des Schwäbischen Chorverbands. Und um 11 Uhr werden in den Pfullinger Hallen Conradin-Kreutzer-Tafeln an Vereinigungen der Laienmusik vergeben, die seit mindestens 150 Jahren bestehen.
Das eigentliche Landes-Musik-Festival dauert nur einen Tag. Doch die Vereine in der Region wollten die für das Festival aufgebaute Infrastruktur einen weiteren Tag nutzen. Deshalb geht's am Sonntag, 10. Juli, weiter. Das Programm wird vom Bezirk Achalm im Chorverband Ludwig Uhland gestaltet.
Verbandspräsidentin Irmgard Naumann nennt zwei Schwerpunkte: Freundschaftssingen und Ehrungsmatinee. Beginn ist um 10 Uhr: Bürgermeister Rudolf Heß und die Verbandspräsidentin greifen erst mal zu Schaufeln und pflanzen einen Baum. Nach Chorvorträgen und einem Weißwurstessen werden um 11.30 Uhr fünfzig langjährige aktive Sänger geehrt. Am Nachmittag, von 15 Uhr an, bestimmt dann Pop das Programm. Fünf örtliche Kindergärten, in denen viel und gut gesungen wird, werden außerdem mit der Felixplakette ausgezeichnet.
Die mittlerweile auf Hochtouren laufenden Vorbereitungen für das musikalische Spektakel in Pfullingen haben gleich nach dem 13. Festival in Villingen-Schwenningen begonnen. Dort war das Festival in die Landesgartenschau 2010 integriert. Entsprechend hoch war die Besucherzahl.
»Diese Zahl werden wir nicht erreichen können«, dämpfte Hedy Stark-Fussnegger, geschäftsführende Vizepräsidentin des Deutschen Harmonikaverbands, bei einer Vorbesprechung der Organisatoren im Rathaus zu hoch angesetzte Erwartungen. Aber mit 10 000 Besuchern müsse die Stadt am Festivalwochenende schon rechnen. (GEA)