Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Open Air - Die Musikschulband 3rd Floor und die Bloody Chickenheads rocken den Pfullinger Schlosshof

Live Music Night im Pfullinger Schlosshof

VON JENS BUCHHOLZ

PFULLINGEN. Open Air funktioniert – anders als in den vergangenen Jahren – auch bei gutem Wetter: Bei sternenklarer Nacht kamen gut dreihundert Zuschauer zur »Live Music Night« der Initiative für ein Kulturhaus (i’kuh). Die Bloody Chickenheads und die Band der Musikschule rockten den Schlosshof.

Die Bloody Chickenheads treffen mit ihrer Musik genau den Geschmack des Publikums beim Schlosshof-Open-Air von i?kuh. FOTO: JEBU
Die Bloody Chickenheads treffen mit ihrer Musik genau den Geschmack des Publikums beim Schlosshof-Open-Air von i’kuh. FOTO: JEBU
»Das ist meine Musik«, sagt Gerhard Wolf und wippt im Takt mit. Die Bloody Chickenheads versetzen gerade das Publikum im Schlosshof in Schwingungen. Das Publikum tanzt, das Publikum macht den Chor, das Publikum feiert, es macht alles, was die Chickenheads von ihm wollen.

»Ich komme jetzt seit zehn Jahren jedes Mal her«, meint Wolf, »und es ist immer toll.« Über den Bäumen des Hofes ist der Himmel sternenklar. »Ist lange her, dass wir so ein Wetter bei der Music Night hatten«, freut sich der i’kuh-Vorsitzende Sieger Maier. »Das sind heute sicher 300 Leute«, sagt er und weist auf den gut gefüllten, tobenden Schlosshof.

»Was das Kulturhaus betrifft, befinden wir uns gerade in einer spannenden Situation«
 

Den Bloody Chickenheads gelingt es im Handumdrehen, den Schlosshof zu erobern. Die erfahrene Band spielt ausschließlich Cover-Versionen, denen sie aber immer ihren ganz eigenen, messerscharfen, extrem tanzbaren Rocksound verpasst. Beim Bryan Adams Hit »When you’re gone« stürmen die ersten Tanzfreudigen auf die freie Fläche. Und es werden immer mehr. Spätestens beim Rock-Funk-Medly aus Hits von Queen, James Brown, Michael Jackson und Grandmaster Flash kocht die Stimmung.

Das Fundament des Chickenhead-Sounds legt der Schlagzeuger Ralf Schmied, perfekt ergänzt vom Präzisions-Basser Martin Bürger. Michael Kallinger und Marco Keuchel legten auf ihren Gitarren einen klaren und harten Rocksound über den Rhythmus. Bei den ersten Songs firmiert Keuchel als Sänger. Für den Police-Hit »De dododo dadada« wird »Techniker« Thimo König um Gesangsunterstützung gebeten. Der entpuppt sich als gesangliches Multitalent mit unglaublicher Bühnenpräsenz und bestreitet als Schlagzeuger und Sänger die meisten Songs.

»Was das Kulturhaus betrifft«, meint Sieger Maier, »da befinden wir uns gerade in einer sehr spannenden Situation.« In den zurückliegenden beiden Jahren der Ära Heß habe man mit der Aussicht auf die Klosterkirche sehr deutliche Fortschritte erzielt. »Jetzt sind durch die Schuldensituation wieder alte Spar-Reflexe aktiviert worden, die sich leider oft gegen die Kultur richten«, erklärt Maier. Umso nötiger sei es, am Thema dran zu bleiben. Auch in Bezug auf einen Trägerverein, der die kulturellen Aktivitäten in Pfullingen koordiniert.

Als Vorband tritt in diesem Jahr die Band 3rd Floor der Musikschule auf. »Die Jungs spielen im Grunde auf professionellen Niveau«, ist »Bandpapa« Jochen Probst überzeugt. Die Band beherrscht sowohl Coverversionen, wie »The Wall« von Pink Floyd, überzeugt aber auch mit mitreißenden Eigenkompositionen wie »Dunkel« von »Meisterschüler« Nico Heydt. Neben Multiinstrumentalist Heydt an Gitarre und Schlagzeug, treten Felix Berns, Linus Bucher und Dennis Wiehler an der Gitarre sowie Jonas Schmid am Bass auf. Bei einigen Liedern steigt auch Neuzugang Yanik Sy an der Gitarre mit ein. (GEA)



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