Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Häsabstauben - Lichtensteiner Krautscheißer landen in kurzen Hosen in Unterhausen. Auch in Pfullingen und Eningen sind die Narren wieder auf der Gass

Lichtensteiner Krautscheißer freudig erwartet

Von Patricia Kozjek

LICHTENSTEIN/PFULLINGEN/ENINGEN. »Wir machen nicht jedes Jahr das gleiche Prozedere, sondern denken uns immer eine neue Geschichte aus«, sagt die langjährige Zunftmeisterin der Lichtensteiner Krautscheißer, Katja Thomas, kurz vorm Häsabstauben im Hof der Uhlandschule. Dieses Mal landete Vize Stephan Blötscher an einem frostigen Abend in kurzen Hosen und Deutschlandtrikot im Papp-Flieger am Flughafen »Onderhausa«. Seine Rückkehr aus Mallorca – auf die Sonnen-Insel hatte man ihn und drei weitere Narren am Ende der Fasnetssaison nach der Verbrennung geschickt, weil’s dort so warm war –, wurde sogleich gebührend gefeiert.

Endlich aufgewacht. Die Lichtensteiner Narren fallen sich in die Arme.  FOTO: KOZJEK
Endlich aufgewacht. Die Lichtensteiner Narren fallen sich in die Arme. FOTO: Patricia Kozjek
Ruckzuck schlug die Wiedersehensfreude der Zunftmeisterin aber dann doch in Ärger um. Schließlich sind kurze Hosen im Winter zum Fasnetsbeginn nicht nur reichlich unpassend, der Vize hatte überdies die anderen Narren einfach auf Mallorca »vergessen«. Damit wurde der frierende Kollege postwendend zurückgeschickt, währenddessen die singende Helene Fischer »aus der Dose« die Flugzeit der vier glückseligen »Fanta-mit-was-drin-Passagiere« überbrückte.

Applaus für die Auferstandenen

Apropos Dose: In diesem Jahr gibt es während der Auftritte der Lichtensteiner Narrenzunft mit ihren 250 Mitgliedern keine Live-Musik – keine Schalmeien und keinen Musikverein. »Aus gesundheitlichen Gründen ist das in dieser Saison leider nicht möglich«, bedauert Thomas. »Wir werden auf Musik aus der Dose zurückgreifen müssen.« Nachdem alle Narren wohlbehalten aus dem Süden eingeflogen sind, wurde es dunkel auf dem Schulhof und schon liefen auch die ersten schwarz gekleideten Fackelträger mit Blötscher als »Erwecker ein«. Schneestaub wurde als Samen in die Menge der Menschen geschmissen, die Fackelträger brachten Blötscher das Häs und zogen ihn an. Eine dicke, herzliche Umarmung der Krautscheißer Oberhäupter zog einen langen Applaus der Zuschauer und Narren nach sich. Die Fasnet konnte endlich beginnen. Eine Showtanz-Kostprobe gab’s hinterher von allen vier Lichtensteiner Fasnetsgruppen – Wurzlsepp, Schlosswölf und den Burgstoi-Hexa.

Nicht nur in Lichtenstein wurden die Narren freudig erwartet. In Eningen haben die Häbles-Wetzer abgestaubt und in Pfullingen sind jetzt die Urschlaberghexa, die Hoagamännle und das Mottles Heer wieder auf der Gass. (GEA)



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