ENGSTINGEN. Am Freitagnachmittag gegen 13 Uhr parkte eine 33-jährige Mutter ihren Mercedes vor einem Kindergarten in der Engstinger Freibühlstraße, um ihre Kinder abzuholen.
Sie stellte ihren Mercedes ordnungsgemäß ab, ließ allerdings ihre vierjährige Tochter angeschnallt in einem Kindersitz auf dem Beifahrersitz im Fahrzeug zurück und schloss den Wagen ab.
Als die Mutter zum Auto zurückkehrte, stand dieses nicht mehr am selben Platz, sondern etwa 100 m entfernt an einer Fußgängerampel. Bei der polizeilichen Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass die vierjährige Tochter die Abwesenheit der Mutter ausgenutzt hatte, den Gurt am Kindersitz öffnete und auf den Beifahrersitz geklettert war. Danach löste sie die Feststellbremse und brachte den Ganghebel in Neutralstellung. Sodann rollte der Mercedes mit dem Kind die leicht abschüssige Straße rückwärts etwa 100 m hinunter über eine Verkehrsinsel und blieb dann an einer Fußgängerbedarfsampel unfallbeschädigt hängen. Das weinende, unverletzte Kind öffnete auf Animation einer Passantin die Verriegelungsknöpfe von innen und wurde von der Frau aus dem Auto geborgen. Der Sachschaden wird auf 2.000 Euro geschätzt. (pd)
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