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Verkehr - Nach der erfolgreichen Beseitigung eines gefährlichen Felsbrockens stehen die Zeichen gut für eine Freigabe der Holzelfinger Steige am Freitag

Holzelfinger Steige: Sprengung beseitigt Gefahr

VON UWE SAUTTER

LICHTENSTEIN. Ein langer Hupton, zwei kurze - dann ein lauter Knall. Begleitet von einer großen Staubwolke rauschte der in viele kleine Einzelteile zerlegte absturzgefährdete Felsbrocken in Richtung Straße. Allerdings nicht der gesamte Stein, eine zweite Sprengung war gestern notwendig, um die Holzelfinger Steige wieder verkehrssicher zu machen. Vorausgesetzt der Geologe vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau gibt am Donnerstag sein O. K., kann am Freitag der Verkehr wieder auf der Steige rollen.

Gefahr beseitigt: Die Trümmer eines 30 Tonnen schweren Felsbrockens rauschen Richtung Holzelfinger Steige.
Gefahr beseitigt: Die Trümmer eines 30 Tonnen schweren Felsbrockens rauschen Richtung Holzelfinger Steige. FOTO: Uschi Pacher
»Ein Fels ist halt keine Glaskugel«, hatte Markus Streich schon vor dem ersten Knall gesagt. Der Bauleiter vom Kreisstraßenbauamt koordinierte gestern die Arbeit des Sprengmeisters und dessen Team mit den rund zehn Mann vom Straßenbauamt, die vor Ort waren. Diese kümmerten sich vor allem um die Sicherheit. Näher als 300 Meter durfte niemand dem mit rund 15 Sprenglöchern versehenen rund 30 Tonnen schweren Felsbrocken kommen. Deshalb stand an jedem Wanderweg rings um die geplante Sprengung ein Mitarbeiter von Streich.

Bis zu fünf Kilogramm Sprengstoff kann der Experte einsetzen, so steht es in der Genehmigung, um die Gefahr zu entschärfen, die von den rund zwölf Kubikmetern Gestein ausgehen. Und dass diese real ist, zeigte sich in den vergangenen Tagen. Bei der Vorbereitung der Sprengung am Montag hatten sich gleich zwei große Stücke gelöst und waren auf die Straße gestürzt.

Allerdings waren nicht alle Teile so lose. Bei der Begehung nach der ersten Sprengung entdeckte der Sprengmeister mehrere große Felsbrocken, die sich nicht bewegt hatten. Baumwurzeln hielten sie an Ort und Stelle. Sie allein mit Manneskraft zu lösen, kam aus Sicherheitsgründen nicht infrage. Deshalb entschloss sich der Fachmann, erneut zu sprengen und das mit Erfolg: »Der Fels sieht gut aus und macht einen standsicheren Eindruck«, erklärte Streich. Auch die Landesstraße, die im Bereich unterhalb des Felsens mit einer Kiesschicht geschützt war, sei bei der Aktion so gut wie nicht beschädigt worden.

Heute werden Hang und Straße geräumt, bevor am Donnerstag der Geologe vom Landesamt das letzte Wort hat. Sieht er keine Gefahr mehr, ist die Steige von Freitag an wieder befahrbar, es kann die wochenlange Umleitung über die Honauer Steige aufgehoben werden und es kommen auch die Schüler mit dem Bus rechtzeitig zum Unterricht. »Wir hatten immer auch die Anlieger in den betroffenen Gemeinden im Blick«, erklärte Streich: Die Felssicherung habe durch die gute Zusammenarbeit »überraschend schnell« erledigt werden können. (GEA)

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