Schulhausbau - FSG will zu Beginn des neuen Schuljahrs Neubauten nutzen. Küche der Mensa fertig
Gymnasium: Bauarbeiten im Finale
Von Erwin Scheib
PFULLINGEN. Über zwei Jahre hat's gedauert, doch nun ist sicher: »Zu Beginn des neuen Schuljahres kann das Gymnasium seine beiden Neubauten nutzen«. Die Maler sind im Haus, die Bodenleger legen hier und da noch Hand an, die Schreiner passen die Einbaumöbel ein. Doch auch die Baureinigungstrupps sind schon da, putzen Raum für Raum raus.
Bereits voll eingerichtet ist die Küche.
FOTO: Erwin Scheib
Nur den Außenanlagen ist anzusehen, dass noch einige Zeit ins Land ziehen wird, bis sie dem neu gestalteten Eingang an der Gönnerstraße ein schöneres Gesicht geben werden.
Das Friedrich-Schiller-Gymnasium (FSG) benötigt alle neu geschaffenen Räume, doch die beiden mit dem einem großen »M« am Anfang des Namens sind ihr besonders wichtig: Mensa und Mediothek. »Gar nicht zu überschätzen ist der pädagogische Wert einer Mensa«, schreibt Studienrat Dr. Andreas Reinert, verantwortlicher Lehrer für den Mensaaufbau, auf der FSG-Homepage. »Die Schule wird dadurch zu einem Lebensraum, in dem man gerne ist.« Eltern, Lehrer und Schüler könnten sich hier zwanglos begegnen, man erlebe sich gegenseitig auch mal außerhalb des Unterrichts und der Klassenabende.
Platz für Veranstaltungen
Die Mensa ist für die Intension »Lebensraum« entsprechend ausgestattet. Sie verfügt über eine Bühne mit Platz für Theater, Musik oder Talkrunden. Die sieben vor der Küche platzierten Essenausgabetheken sind mobil, Küche und Theken können zudem mit einer Schiebewand verdeckt werden, sodass - die 65 lichtgrauen Esstische beiseite gestellt - ein großer Zuhörerraum zur Verfügung steht. 400 rote Stühle stehen bereit.
In der gut ausgestatteten Küche warten Kombidämpfer, Bratkippenpfanne, Großküchenherd, Universalküchenmaschine und eine Spülstraße auf ihren Einsatz. Erste Testläufe will der Schulförderverein, der die Mensa betreiben wird, in den nächsten Tagen starten, erklärten Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle und Architekt Albert List.
Ein Schmankerl für Technikfans und Pädagogen, die gerne mit modernen Lehrmitteln arbeiten, ist das »White-Board«, das in einem Betreuungszimmer im neuen D-Bau angeschlossen wird. Die große Weißtafelwand, auch weiße Tafel genannt, ist eine Weiterentwicklung der nur mit Schulkreide beschreibbaren Schul- oder Wandtafel. Das White-Board wird an einen vom Lehrer bedienten Computer angeschlossen. Das Bild wird im Regelfall von einem Beamer projiziert. Neues werden Schüler und Lehrer nach den Ferien auch am alten A-Bau entdecken können. Die Klassenzimmer haben neue Fenster erhalten. Die Gebäudeseite zum neu gestalteten Schulhof hin hat damit ein freundlicheres Gesicht erhalten.
Die offizielle Feier für die beiden Neubauten und die mit ihnen verbundene Einführung der Ganztagesschule am Gymnasium ist am 7. Oktober, 18 Uhr. Die Baukosten für das vom Architekturbüro List und Preusch, Pfullingen, betreuten Projekts liegen bei knapp fünf Millionen Euro. Den größten Teil dieser Summe bezahlt das Land, die Stadt übernimmt etwa zwei Millionen Euro. (GEA)