Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Tierschutz - Drei Vereine starten gemeinsam Aktion

Grausamer Tierhandel: Welpen vom Wühltisch

PFULLINGEN/HATTERSHEIM. Unter dem Slogan »Wühltischwelpen - nein Danke!« realisieren drei Tierschutzvereine gemeinsam eine breit angelegte Aufklärungsoffensive. Ziel ist es, die Missstände des illegalen und unseriösen Hundehandels offen zu legen und damit das zehntausendfache Tierleid zu beenden.

"Wühltischwelpen - nein Danke": Mit diesem Plakat machen Tierschützer auf einen Missstand aufmerksam.
Neben der Aufklärung bieten sie Betroffenen auch Hilfestellung, um die Machenschaften der Hundemafia öffentlich anzuprangern. Die drei Vereine sind: Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) Pfullingen, der Europäische Tier- und Naturschutz. (ETN) und »Tasso« (die Abkürzung steht für »Tier, Auskunft, Suchdienst System orietiert«).

»Der unseriöse Hundehandel floriert - im Ausland und in Deutschland«, weiß Petra Zipp vom bmt Tierschutzzentrum Pfullingen. Zipp ist Auslandsbeauftragte des bmt. Sie ist bekannt für ihre engagierten Tierschutzaktionen, insbesondere in Rumänien. »Zu Schleuderpreisen werden Welpen aller Rassen auf Parkplätzen aus dem Kofferraum heraus verkauft. Die Händler locken die Kunden mit Dumpingpreisen für einen Rassehund. Vielfach kaufen die Interessenten das kleine Fellbündel aus Mitleid, um ihm ein liebevolles zu Hause zu geben«, beschreibt sie die Situation.



Viele Betroffene meldten sich, deren Welpen trotz intensiver tierärztlicher Behandlung nicht gerettet werden konnten. »Diesen traurigen und verzweifelten Menschen, die ihren Hund verloren haben, soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen, um andere vor solchen Kaufentscheidungen zu schützen«, erklären die drei Tierschutzvereine, »denn jeder Kauf, auch aus Mitleid, unterstützt diese skrupellosen Hundevermehrer und gefährdet Hundeleben«.

Petra Zipp empfiehlt Menschen, die sich für einen Hund entschieden haben, die Tierheime zu kontaktieren. Dort warten Hunde jeden Alters, auch Rassehunde und Welpen, auf ein neues Zuhause. Sie weist darauf hin, dass gerade in den süd- und osteuropäischen Ländern neben erwachsenen Straßenhunden auch täglich unzählige Welpen getötet würden, weil es keinen Platz für sie gebe. Weitere Informationen auf der Homepage des Tierschutzzentrums oder bei »tasso«. (ebo)

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