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Bürgerbeteiligung - Fragebögen für 2 700 Haushalte: Was gefällt? Was stört? Wie soll sich Pfullingen entwickeln?

Fragenbogen im Briefkasten: Was gefällt? Was stört?

VON JOACHIM BAIER

PFULLINGEN. Was denken die Pfullinger über ihre Stadt? Wie soll sich die Kommune bis zum Jahr 2035 entwickeln? Fragen, über die sich demnächst möglichst viele Bürger Gedanken machen sollen. Denn Bürgerbeteiligung ist ein wichtiger Baustein beim »Integrierten Stadtentwicklungskonzept plus/Pfullingen 2035« (ISEK). In Kürze werden die Fragebögen des von der Stadt beauftragten Stuttgarter Planungsbüros Reschl in den Briefkästen von 2 700 Haushalten landen.

Heute eine grüne Stadt, aber wie wird Pfullingen in der Zukunft aussehen? Das soll im Prozess zur integrierten Stadtentwicklung auch mithilfe der Bürger erarbeitet werden.
Heute eine grüne Stadt, aber wie wird Pfullingen in der Zukunft aussehen? Das soll im Prozess zur integrierten Stadtentwicklung auch mithilfe der Bürger erarbeitet werden. FOTO: Uwe Sautter
Angeschrieben werden Pfullinger, die älter sind als 16 Jahre, per Zufalls-Auslosung. Für Projektleiter Philipp König vom Büro Reschl ist diese große Anzahl wichtig, um ein möglichst breit angelegtes und repräsentatives Meinungsbild aus der Bevölkerung zu bekommen. Dafür ist ein hoher Rücklauf an ausgefüllten Bögen entscheidend. Auch Bürgermeister Michael Schrenk bittet darum, die Fragebögen fristgerecht zurückzusenden. Damit könnten die Bürger aktiv über die weitere Entwicklung ihrer Stadt mitentscheiden.

Auf acht Seiten sind 28 Fragen zu finden. Mit ihren Antworten sollen die Pfullinger ihre Meinung zu unterschiedlichen Themenbereichen der Stadtentwicklung äußern: Sei es »Leben, Wohnen, Arbeiten und Identifikation«, »Kultur, Freizeit, Nahversorgung« sowie »Jung und Alt in Pfullingen«, »Kommunalpolitik und Verwaltung«. Abgefragt wird auch: »Was stört in Pfullingen besonders?«

Einige persönliche Angaben sind in den Fragebögen ebenfalls notwendig. Die Anonymität sei aber sichergestellt, betonen die Planer. Die Stadtverwaltung bekomme zu keinem Zeitpunkt Zugang zu den ausgefüllten Fragebögen und erhalte die Ergebnisse lediglich in zusammengefasster Form, versichert das Büro Reschl. Unmittelbar nach der Befragung sollen sämtliche Adressdaten gelöscht werden.

Die Fragebögen können per Post kostenfrei zurückgeschickt werden. Einsendeschluss ist der 15. Dezember. Zudem gibt es die Option, das Formular auch online auszufüllen - allerdings ist dafür ein individuelles Passwort notwendig, das die Befragten bereits mit dem Anschreiben erhalten. Um ein bestmögliches Auswertungsergebnis zu erzielen, erhalten Personen, die nach Ablauf einer bestimmten Frist nicht geantwortet haben, ein Erinnerungsschreiben.

Gemeinderat geht in Klausur

Zur Bestandsaufnahme und -analyse für die Integrierte Stadtentwicklung zählt auch eine Bevölkerungs-Vorausrechnung für Pfullingen, die weitere Zahlen und Fakten liefert. Dann ist der Gemeinderat am Zug. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr wird das Gremium im Rahmen einer Klausurtagung die ersten Ergebnisse erörtern.

Wer keinen Fragebogen bekommt, aber dennoch seine Meinung zu den Themen der Stadtentwicklung kundtun möchte, soll dazu bei der geplanten Bürgerwerkstatt Gelegenheit erhalten. Die Veranstaltung ist noch nicht terminiert, soll aber ebenfalls im Frühjahr 2018 stattfinden. Eingeladen sind dazu alle Einwohner der Stadt. »Wir wollen mit den Bürgern offen diskutieren«, betont König. Denn nur über die Beteiligung der Menschen, um deren künftige Lebensqualität es ja eigentlich gehe, sei die gewünschte gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen. Gezielt angesprochen werden zudem auch bestimmte Bevölkerungsgruppen, wie Unternehmer oder Jugendliche.

In der letzten Phase der Bürgerbeteiligung werden die Projekte und Aufgaben, die sich herauskristallisieren, auf ihre Finanzierbarkeit geprüft und eine Strategie entwickelt, die aufzeigen soll, was kurz-, mittel- oder langfristig zu verwirklichen wäre. »Das Handlungsprogramm muss auch kompatibel sein mit den finanziellen Möglichkeiten der Stadt«, betont Professor Dr. Richard Reschl, der Leiter des Stuttgarter Planungsbüros. (GEA)

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