Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Gemeinderat - Nach der großen Rutschung im Verlauf des Elisenwegs Anfang September ist dessen Sanierung fragwürdig

Alternative zur Pfullinger Übersbergauffahrt

VON THOMAS BARAL

PFULLINGEN. Unversehens kam das Thema »Sanierung der Auffahrt zum Übersberg« in den Fokus der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, gleich zu Beginn durch eine Anfrage von SPD-Stadtrat Thomas Mürdter. Dazu waren wohl auch viele Zuhörer erschienen.

Hofgut Übersberg und Segelfluggelände können nur über Göllesberg angefahren werden.
Hofgut Übersberg und Segelfluggelände können nur über Göllesberg angefahren werden. FOTO: Thomas Baral
Die drei noch behandelten Themen waren Formalien; die eigentlich zur Diskussion vorgesehenen Punkte »Handlungsprogramm Wohnen« und die »Allgemeine Finanzprüfung der GPA« mussten wegen Erkrankung des Bürgermeisters von der Tagesordnung genommen werden, wie Bürgermeister-Stellvertreter Martin Fink erklärte.

Mürdter hatte gefragt, ob denn der Leserbriefschreiber im Reutlinger General-Anzeiger recht habe damit, dass die Stadt die bisherige Zufahrt zum Übersberg nicht mehr sanieren werde. Der Brief war Samstag erschienen; die Zufahrt zum Übersberg ist seit September gesperrt wegen einer talseitigen Rutschung.

»Dem Vernehmen nach soll die Straße zum Übersberg für jeglichen Verkehr für alle Zeiten gesperrt bleiben. Als Alternative wird geprüft, ob eine ständige Zufahrt über Unterhausen durch das Wohngebiet östlich der Bundesstraße und über die Göllesbergsteige möglich ist«, hatte Walter Schneider in seinem Leserbrief geschrieben. Mürdter wollte vom Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle nun wissen, »was an der Sache dran ist«.

Lösung zeichnet sich ab

Oehrle äußerte sich sehr zurückhaltend: Es gebe »Gespräche mit allen Beteiligten«, sagte er und nannte »den Forst, die Flugsicherheit, den Flugsportverein«; das »Thema Kosten« werde auch erwogen. Es habe sich dabei »eine Lösung abgezeichnet«. Nun müsse man das ausarbeiten und es dem Gemeinderat zur Beratung vorlegen. Auf die konkrete Nachfrage von Mürdter: »Stimmt es, dass die bestehende Auffahrt nicht mehr saniert wird?« antwortete Oehrle: »Es wird derzeit etwas zusammengestellt, welche Alternativen es gibt zur bisherigen Strecke.« Schließlich sagte er auch, dass »wohl eine gute Lösung gefunden« sei.

Auf weiteres Nachbohren von Mürdter erklärte der Stadtbaumeister, es stimme, wie Mürdter zitiert hatte, dass die Auffahrt vor 120 Jahren »mit einfachsten Mitteln« geschaffen wurde und auch deswegen in entsprechendem Zustand sei.

Und es seien eben nicht nur 50 Meter Straße zu sanieren. Das von der Rutschung betroffene Stück sei »mehrere 100 Meter lang«, zumindest bestehe dort überall Gefahr. Auch der Belag der Auffahrt sei nicht mehr gut, »unterhalb der Ernsthütte verabschiedet sich gar die Bankette Richtung Tal«. Oehrle versicherte, man stelle alles zusammen, »was gebraucht wird für einen Ratsbeschluss«.

Was ist mit der Hochzeitswiese?

Eine Anfrage von Britta Wayand (FWV) beschäftigte sich mit der »Hochzeitswiese«: Sie sei gefragt worden, ob die denn nun aufgelöst werde.

Das nutzte Walter Fromm (SPD) dazu, gleich anzumerken, dass er festgestellt habe, »dass die Bäume dort schlecht gepflegt sind«. Von einer Auflösung wisse er nichts, sagte Martin Fink dazu, er will das aber alles überprüfen lassen.

»Verwaltungsvereinfachung und größere Bürgerfreundlichkeit«, das seien die Ziele bei den drei weiteren noch zu behandelnden Themen, so begründete Uwe Schiebel von der Stadtpflege die folgenden Tagesordnungspunkte.

Einstimmig wurde dann beschlossen, die Hebesätze für die Grundsteuer und die Gewerbesteuer - seit dem Jahr 2009 ohne Veränderungen, aber jedes Jahr neu zu beschließen - in einer eigenen Satzung festzulegen.

Ähnliches verlief es beim Thema Hundesteuersatzung, nun gibt es von 2018 an Dauerbescheide und Dauerhundemarken. Außerdem wurde die Abfallwirtschaftssatzung geändert: Ebenfalls von 2018 gibt es deshalb Dauerbescheide und Dauermüllmarken. (GEA)

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