Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Hochwasserfolgen - Rat befasst sich mit Brücken

Kein neuer Steg am Schlosswehr

PFULLINGEN. Die Fußgängerbrücke über die Echaz beim Schlosswehr wird nicht erneuert. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Das Hochwasser Ende Juni 2016 hatte den Steg aus der Verankerung gerissen. Er musste entfernt werden. Die ebenfalls seinerzeit beschädigte Brücke über den Eierbach im Rebenweg erhält zunächst ein neues Geländer. Sie soll mittelfristig erneuert werden.

Der Fußgängersteg am Schlosswehr war für Schüler und Anwohner eine gern genutzte Abkürzung. Beim Hochwasser im vergangenen Jahr wurde er so stark demoliert, dass er abgebaut werden musste. Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle zeigte dem Gremium auf, dass eine neue Brücke an derselben Stelle einem Hochwasser-Ereignis wie 2016 ebenfalls nicht unbedingt standhalten würde, da die Einstaugefahr in diesem Bereich sehr groß ist. »So etwas könnte dort jederzeit wieder passieren«, betonte er. Ein weniger gefährdeter Alternativstandort böte sich etwa 30 Meter flussabwärts an.

Weg maximal 150 Meter länger

Oehrle machte darauf aufmerksam, dass es in geringer Entfernung - bei der Kurt-App-Halle und in der Schlossstraße - weitere Echazbrücken gebe. Anhand einer Skizze erklärte er, dass die Fußwegverbindungen von der einen auf die andere Echazseite sich ohne den Schlosswehr-Steg um maximal 150 Meter verlängern. »Das ist zumutbar«, folgerte er. Aus diesem Grund schlug der Stadtbaumeister vor, dieses Erneuerungsprojekt aus dem Sanierungsplan für die Pfullinger Brücken, für den in den kommenden Jahren rund 1,1 Millionen Euro aufgewendet werden müssen, zu streichen.

In der mittelfristigen Finanzplanung erhalten bleiben soll dagegen die Sanierung der Eierbachbrücke im Rebenweg. In diesem Bereich waren im vergangenen Jahr die anliegenden Wohnhäuser überflutet worden, weil eine 50 Meter flussaufwärts gelegene private Fußgängerbrücke vom Hochwasser mitgerissen worden war, sich an der Rebenweg-Brücke verkeilt hatte und deshalb das Wasser aufgestaut worden war. Grundsätzlich, das machte Oehrle deutlich, sei diese Brücke aber nicht einstaugefährdet. Deshalb soll sie nun zunächst ein neues Geländer (5 000 Euro) erhalten und zu einem späteren Zeitpunkt saniert werden. (ps)

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