Pfullingen / Eningen / Lichtenstein
Jugendgemeinderat Pfullingen - Wahlbeteiligung mit 11,5 Prozent deutlich niedriger als vor zwei Jahren

Ein ernüchterndes Ergebnis

VON PETRA SCHÖBEL

PFULLINGEN. Ernüchterung machte sich gestern Abend im Sitzungssaal des Pfullinger Rathauses II breit, als Bürgermeister Michael Schrenk das Ergebnis der Wahl zum zweiten Jugendgemeinderat der Echazstadt bekannt gab: Von den insgesamt 1 889 Wahlberechtigten im Alter von 13 bis 20 Jahren hatten nur 218 an der Wahl teilgenommen und ihre Stimmen abgegeben. Das ist eine Wahlbeteiligung von lediglich 11,5 Prozent. Vor zwei Jahren hatten immerhin 20,1 Prozent aller wahlberechtigten Jugendlichen den Weg in eines der drei Wahllokale an der Schlossschule, der Wilhelm-Hauff-Realschule und dem Friedrich-Schiller-Gymnasium gefunden.

Viele Fehlstimmen

Gegen 18.20 Uhr waren alle Stimmzettel im Rathaus eingetroffen, wo sie von Wahlhelfern zentral ausgezählt wurden. Etwa eine halbe Stunde dauerte das, dann waren die 218 Stimmzettel mit jeweils elf Stimmen abgearbeitet. Wahlleiter Manfred Wolf machte sich daran, die Ergebnisse der vier verschiedenen Zählstationen zusammenzubringen.

Kurz vor halb acht war es dann endlich so weit: Im Sitzungsaal hatten sich inzwischen die meisten der JGR-Kandidaten sowie einige Eltern eingefunden. Bürgermeister Schrenk verkündete das Endergebnis. Abgegeben wurden 1 552 gültige Stimmen, 846 konnten nicht gewertet werden.

Stimmenkönig wurde diesmal Michael Schwarz, Schüler am FSG, mit 163 Stimmen vor seinem Bruder Tobias Schwarz, Praktikant im Krankenhaus, mit 160 Stimmen. Den Einzug ins Gremium haben nicht geschafft Batuhan Alici (54 Stimmen), Angelique Stark (54) und Flavia Gottaut (47). Sie sind aber nach wie vor als Ersatzmitglieder dabei.

Der Bürgermeister dankte allen, die sich hatten aufstellen lassen, gratulierte den Gewählten und betonte, er freue sich auf die Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren. Auch er machte sich Gedanken darüber, warum die Wahlbeteiligung deutlich niedriger ausgefallen war als 2015. »Die Wahlbereitschaft war durchaus da«, erklärte er. Von Helfern aus den Wahllokalen habe er gehört, dass leider viele der Jugendlichen ihre Wahlbenachrichtigung - unabdingbare Voraussetzung für die Stimmabgabe - nicht parat gehabt hätten.

Auch Johannes Wendelstein, Vorsitzender des noch amtierenden JGR, war enttäuscht. »Vielleicht müssen wir das Wahlprozedere überdenken«, meinte er, zum Beispiel die Wahllokale länger öffnen, damit auch mehr junge Auszubildende und Berufstätige die Chance hätten, sich an der Wahl zu beteiligen. (GEA)





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