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Infrastruktur - Der Uracher Arbeitskreis Verkehr beschäftigt sich mit den Veränderungen, die der Bau der Einkaufs-Center mit sich bringen wird

Wie den Schleichverkehr in Bad Urach vermeiden?

Von Andreas Fink

BAD URACH. Die Kurstadt ist ein Nadelöhr: Hier treffen zwei Bundesstraßen aufeinander, es gibt eine Umgehungsstraße, rechts und links der Straße gibt's entweder Wald oder Wohngebiete. Nicht genug: Mit dem Bau des »Elsach-Centers« in der Nördlichen Innenstadt wird die Pfählerstraße zu einer neuen Ost-West-Achse ausgebaut. An der Kreuzung der B 465 und der B 28 wird ein weiteres Einkaufs-Center entstehen - und neue Verkehrsströme mit sich bringen.

Die Uracher Pfählerstraße wird im Zuge des »Elsach-Centers« zu einer »durchgehenden Erschließungsstraße« ausgebaut. Damit könnte eine neue Ost-West-Achse durch die Kurstadt entstehen. GEA-ARCHIVFOTO: FINK
Die Uracher Pfählerstraße wird im Zuge des »Elsach-Centers« zu einer »durchgehenden Erschließungsstraße« ausgebaut. Damit könnte eine neue Ost-West-Achse durch die Kurstadt entstehen. FOTO: Andreas Fink
Seit einiger Zeit beschäftigt sich in Urach ein »Arbeitskreis Verkehr« mit dem Thema. Initiiert haben ihn Martin Korzer und Gerhard Störmer. Beim AK reden außerdem Vertreter der meisten Gemeinderatsfraktionen mit. Im Fokus nicht nur die Zunahme des Verkehrs, sondern auch die Umverteilung: »Die Aufhebung der verkehrsberuhigten Zone und Einbahnstraße in der Pfählerstraße wird neue Möglichkeiten für Schleichverkehr in der Innenstadt schaffen«, sagt Korzer.

»Um die Aufenthaltsqualität in der historischen Innenstadt zu erhöhen, muss sie von Durchgangsverkehr entlastet und Schleichverkehr durch die Innenstadt vermieden werden«, ist in den »5 Thesen zur Verkehrsentwicklung in Bad Urach« zu lesen, die Korzer jetzt vorgelegt hat - die Kurzfassung eines sechsseitigen Papiers von Gerhard Störmer.



Die Kapazitäten der Bundesstraßen müssten optimiert werden, fordert der AK. Als langfristige Lösung schweben der Gruppe zwei Kreisverkehre an den Stadtenden vor. Einen großen Kreisel an der Stelle, wo die B 28 auf die B 465 trifft, hatte im vergangenen Jahr auch der Uracher Verkehrsexperte und -anwalt Horst-Rüdiger Meyer auf der Heyde für »Bad Urach aktiv« vorgeschlagen.

Nicht unwidersprochen dürfte der Vorschlag bleiben, die Pfählerstraße mittels versenkbaren Pollern oder individuell bedienbaren Schranken zumindest zeitweise für die Durchfahrt von beiden Seiten dichtzumachen - hat sich die Gemeinderats-Mehrheit doch schon länger für eine »durchgängige Erschließungsstraße« ausgesprochen. Eine Einfahrt des Einkaufs-Centers direkt in die B 465, um die große Tiergarten-Kreuzung zu entlasten (auch das ein Vorschlag von Bad Urach aktiv), hat die Verkehrsbehörde bereits abgelehnt. (GEA)



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