Bildung - Das neue Halbjahresprogramm der VHS Bad Urach liegt vor. Beim Stadtfest gibt's einen »Endlosvortrag«
Vom Islamismus bis zur Whiskey-Verköstigung
BAD URACH. 2 800 Unterrichtseinheiten verteilten sich an der Uracher VHS im vergangenen Jahr auf 1 280 Teilnehmer und rund 60 Dozenten. Beeindruckende Zahlen. Dennoch sagt Leiter Dieter Reichhold: »Wir sind eine kleine Volkshochschule.« Das neue Programm für das kommende halbe Jahr zu gestalten, zu koordinieren, Dozenten, die passenden Zeiten und vor allem Räume zu finden, ist trotzdem immer wieder ein Kraftakt. »Am Schwierigsten ist es mit den Räumen - zumindest tagsüber«, so Reichhold. Abends stehen Zimmer in Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung. Aber tagsüber? Lediglich zwei Räume in der Schlossmühle, immer mal wieder auch im Forum 22.
Michaela Thomas, Angela Fischer und Dieter Reichhold präsentieren das druckfrische Programm der VHS Bad Urach.FOTO: FINI
Barbara im Blick
Eng wurde es beim neuen VHS-Programm auch im Dezember aufgrund von EDV-Problemen - »da konnten wir gar nichts machen«, sagt Michaela Thomas, die bei der VHS eine 70-Prozent-Stelle innehat und das Programm am PC gestaltet, seitdem es im neuen Layout zu haben ist. Wie gewohnt sind im Frühjahr und Sommer ein paar Kurse weniger darin zu finden: »Ich hatte schon befürchtet, die magische Marke von 100 nicht zu erreichen«, sagt Reichhold und lacht.
Wie immer gibt es einen Schwerpunkt im Angebot: »Wir sind schon stolz da-rauf, dass wir im Barbara-Gonzaga-Jahr vom Hauptveranstalter, den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg, angefragt wurden, ob wir das Rahmenprogramm mitgestalten wollen«, berichtet Reichhold. Herausgekommen ist dabei eine ganze Reihe an Vorträgen zur Gattin Graf Eberhards, aber auch eine Neuheit - ein Geschichtsseminar, das auf drei Tage verteilt wird. »Das hatten wir noch nie, ist also ein Versuch«, so Dieter Reichhold. Ein »Schmankerl« ist ein »Endlosvortrag« zum Thema, der während des Stadtfestes am 7. Juli im Haus am Gorisbrunnen alle 30 Minuten wieder von vorne anfängt.
Ein anderer Höhepunkt läuft unter dem Motto »Lernen macht Spaß«. Wissenswertes wird dort mit Leckerem und mit viel Spaß verbunden. So etwa bei der Dia-Live-Reportage »Unter Kühen« am 17. April. Oder auch beim Seminar »Whiskey Tasting«, das am 28. Februar Einblicke in die Herstellung des schottischen Getränks vermittelt - natürlich mit Verköstigung. Neben allem Spaß soll aber der politische Alltag wieder zu seinem Recht kommen: Am 1. März etwa lautet das Thema in der Schlossmühle »Islam und Islamismus«, am 8. März wird über 50 Jahre Amnesty International informiert. Oder am 6. März über die »E-Wärme-Gesetze und ihre Auswirkung auf Bad Urach«.
Sieben müssen sein
»Wir bieten Veranstaltungen an, die vom Publikum gewünscht und nachgefragt werden«, sagt Reichhold. Das ist nicht nur sinnvoll, sondern auch unbedingt notwendig - schließlich müssen mindestens sieben Personen an einem Kurs teilnehmen, um kostendeckend zu sein. (fini)
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