Hallenfasnet - »Wilde Weiber« der Freien Narrenzunft Wannweil feierten eine gelungene Premiere. Zahlreiche befreundete Gruppen gaben sich ein Stelldichein
Stundenlang Rambazamba bei den »Wilden Weibern«
WANNWEIL. Am Samstagnachmittag standen noch die Kinder im Mittelpunkt - erst gab es einen Kinderumzug durch die Straßen Wannweils, anschließend öffnete die Uhlandhalle ihre Türen und lud die Kleinsten zur Fasnetsparty ein. Der Abend gehörte dann den Erwachsenen. Der Boden war von Konfetti und den Luftschlangen, die ein paar Stunden vorher noch im Einsatz waren, befreit und die »Wilden Weiber« der freien Narrenzunft Wannweil begrüßten ihre Gäste zur Weiberfasnet. Neben 30 befreundeten Narrenzünften aus ganz Baden- Württemberg durften auch Faschingsfreunde kommen, die keinem Verein angehörten.
Grellbunt geschminkt: »Wilde Weiber« bei der ersten Hallenfasnet derselben.
FOTO: Till Börner
Während draußen das Thermometer zweistellige Minustemperaturen anzeigte, sprang der Funke schnell von der Bühne und dem Mischpult auf das Publikum über. So feierten Hästräger, Hexen und Wölfe neben Cowboys, Piraten und Frauen im Dirndlkostüm. »Die Resonanz ist echt gut«, freute sich Nadine Reiß von den Wilden Weibern über die Premierenveranstaltung.
Furcht einflößende Wölfe
Seit 2003 gibt es die Narrenzunft und seitdem arbeiten die Vereinsmitglieder daraufhin, ihre eigene Hallenfasnet zu veranstalten. »Die Halle ist fast ausverkauft und das trotz der heutigen starken Konkurrenz durch ähnliche Feste in der Umgebung«, so Nadine Reiß, die den Erfolg auch mit dem abwechslungsreichen Programm verbunden sah. Über sieben Stunden Musik und Showeinlagen sorgten dafür, dass von Langeweile keine Spur war. Zwölf Gruppen führten auf der Bühne ihr Können vor. Den Auftakt machten die Furcht einflößenden »Rammertwölfe Nehren«, die sich zu einer Pyramide aufbauten, anschließend folgten verschiedene Tänze wie der der »Branntweinhexen Kohlstetten« oder von der »Rocket Man Dance Group« der Gastgeber.
Verschiedene Guggenmusik-Gruppen gehörten ebenso zur Unterhaltung wie DJ Ossi, der zwischendurch mithilfe stimmungsvoller Musik die Tanzfläche füllte. Farbenfroh bemalte Gesichter, wilde Steinzeit- und Tierkostüme und elegante Kapitänsuniformen feierten ausgelassen nebeneinander. Möglich wurde die Veranstaltung nur dank eines gemeinsamen Kraftakts des ganzen Vereins. Alle 80 Mitglieder waren am Samstag als Helfer im Einsatz. Ob bei klirrender Kälte als Parkplatzanweiser, als Moderator oder beim Verkauf von Speisen und Getränken. Ein gelungener Abend für Wannweils »Wilde Weiber«, die eine Fortsetzung ihrer Hallenfasnet längst beschlossen haben. (tbö)
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