Musiknacht - In jeder Kneipe eine andere Band, ein anderer Stil, andere Leute: Nachtleben in Bad Urachs Innenstadt

Party satt bei der Bad Uracher Musiknacht

Von Till Börner

Musikfest in Bad Urach Juni 2012
Nette Leute treffen und abtanzen. FOTO: Till Börner
BAD URACH. Lieber Pop, Rock oder etwa deutscher Schlager? Wer am Samstag die Live-Musiknacht in Bad Urach besuchte, der hatte die Qual der Wahl. In neun Bars, Kneipen, Bäckereien und Konditoreien in der Innenstadt spielten acht Bands und ein DJ legte auf. Die musikalische Vielfalt war groß und somit war für fast jeden Geschmack etwas dabei.

Die Besucher zahlten einmal Eintritt, erhielten ein Bändchen und konnten dann von Lokal zu Lokal ziehen. Wer von den Lokalitäten mitmachte, war leicht zu erkennen. Im Außenbereich signalisierten mehrere Meter hohe farbige Lichtsäulen, wo etwas geboten wird. Die meisten Leute wussten jedoch schon von Beginn an, welche Musik ihnen gefällt und steuerten daher zielstrebig dorthin.

Der laue Sommerabend sorgte dafür, dass die Musiknacht in vielen Lokalitäten nur schleppend anlief. Ein kühles Radler, ein Cappuccino oder sogar ein Eis lockten die Menschen anfangs eher auf den Marktplatz, anstatt in eine der angrenzenden Bars. Sobald es dunkel wurde, strömten aber immer mehr Leute in Richtung Musik.

Volles Haus und von Anfang an gute Stimmung gab es im Wirtshaus Laurentia. Dort spielte die Uracher Folk-Rock-Band »Bookhk de Doo« und begeisterte das Publikum mit irischen Klassikern und deftigen Trinkliedern.

Auf Andrang vorbereitet

Mit einem großen Andrang rechnete auch das Bräustüble und baute in weiser Voraussicht im Freien eine Leinwand auf, um die Geschehnisse aus dem engen Innenraum einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Dort rockte die Toten-Hosen-Coverband »Hier kommt Alex«. Die Formation aus Hessen, die von einer Sängerin angeführt wird, brachte den Punk in die Kurstadt und dadurch viele begeisterte Zuhörer ins Bräustüble.

Klassiker von Jimmy Hendrix oder Muddy Waters gab es in der »Bar & Lounge« des Hotels Vierjahreszeiten. Dort packten Calo Rapallo und Lucky Leucht Gitarre und Mundharmonika aus und lockten die Fans des Rock Blues an.

Auch der Sound der 80er-Jahre durfte nicht fehlen. Mit einer Mischung aus deutschen Hits und Discoknallern wusste die Band »No Talk« zu überzeugen. »Bisher hatte ich immer eine lateinamerikanische Band, die sind aber auch gut«, stellte Katharina Höner vom Café Konditorei Ruf über das Trio fest. Auch hier genossen die meisten Leute erst noch einen leckeren Eiskaffee oder ein Stück Kuchen auf der Terrasse, bevor sie gegen später nach innen umzogen.

Auf der Suche nach »guter Musik und netten Leuten« waren Marika, Mona und Sarah. Die drei 23-Jährigen schlenderten durch die Innenstadt und blieben dann dort, wo es ihnen am besten gefiel. »Wir wollen uns aber natürlich alles einmal anschauen«, erklärten sie. Da alle teilnehmenden Läden eng beieinanderlagen, war das auch kein großes Problem.

Häufig war die Musik schon im Freien zu hören, sodass sich die Leute schon vor der Tür entscheiden konnten, ob sie bleiben oder weiterziehen wollten. So waren manche Lokale überfüllt mit tanzenden und klatschenden Musikfreunden, in anderen saßen die Menschen gemütlich bei einem Bier und beschränkten sich darauf, der Musik zu lauschen.

Wer nach dem musikalischen Ende in der Innenstadt noch nicht genug hatte, für den gab es die After-Show-Party im Forum 22. Dort konnte bis in die Morgenstunden ausgelassen weitergefeiert und getanzt werden. (GEA)




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Musikfest in Bad Urach

Musikfest in Bad Urach Juni 2012
FOTO: Till Börner
 
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