Film - Staatssekretär Hubert Wicker bei den Dreharbeiten zu »Laible & Frisch« in Römerstein
Mehrteiler mit ernstem Hintergrund
Von Mara Sander
RÖMERSTEIN/BAD URACH. Hohen Besuch gab es am Donnerstag für das Filmteam von »Laible & Frisch«. Drehort war an diesem Tag die Produktionshalle von »Becka Beck«, wo eine Schwarzwälder Kirschtorte in Rekordgröße »gebacken« wurde. Staatssekretär Hubert Wicker kam in doppelter Funktion, um sich über den Stand der Dreharbeiten zu informieren. Einerseits als Politiker, denn das Staatsministerium unterstützt das Projekt mit 200 000 Euro in Form eines zurückzahlbaren Darlehens, andererseits als Vorsitzender des Fördervereins Schwäbischer Dialekt.
Am Rand der Dreharbeiten von »Laible & Frisch« (von links): Staatssekretär Hubert Wicker und Professor Dr. Bärbel G. Renner vom Förderverein Schwäbischer Dialekt zusammen mit dem Schauspieler Simon Licht , dem Film-Produzenten Frieder Scheiffele und Römersteins Bürgermeister Michael Donth.
FOTO: Mara Sander
Als weiteres Vorstandsmitglied des Vereins, der auch Lizenznehmer von »Laible & Frisch« ist, kam Professor Dr. Bärbel G. Renner mit nach Römerstein.
Wettstreit der Bäcker
Beide bekamen einen Einblick in den großen Wettstreit zwischen Manfred Frisch (Simon Licht) und Walter Laible (Winfried Wagner) und dessen Sohn Florian, gespielt von Matthias Dietrich. Um es vorwegzunehmen, die Torte ist niemandem um die Ohren geflogen. »Wir freuen uns, dass am Medienstandort Baden-Württemberg nicht nur ausgebildet, sondern auch produziert wird«, so Wicker zu der Tatsache, dass Produzent Frieder Scheiffele seinen Firmensitz bewusst in Dettingen und nicht beispielsweise in Berlin hat.
»Immerhin sind viele Absolventen der Filmhochschule Ludwigsburg dabei und wenigstens vorübergehend neue Arbeitsplätze geschaffen worden«, so Wicker zu den Dreharbeiten, bei denen dieses Mal mit Uli Möller ein Profi Regie führt, der auch den Filmnachwuchs gleich in die richtige Spur bringt. Schauspieler und Team schätzen seine Kompetenz.
Die Begeisterung beider Besucher für den schwäbischen Mundartmehrteiler teilt auch Römersteins Bürgermeister Michael Donth. »Sonst würden die Gemeinden vom Ermstal-Albtourismusverband das Projekt nicht mit insgesamt 50 000 Euro unterstützen«, erklärt Donth. Der Bäckermeister Heinrich Beck wies auf den realen Hintergrund des Fernseh-Mehrteilers hin: »Es gibt jetzt noch rund 15 000 Handwerksbäckereien in Deutschland, in fünf bis zehn Jahren werden es schätzungsweise nur noch 10 000 sein.« (GEA)