Landesschützentag - Ministerpräsident Stefan Mappus sagt in Bempflingen seine Unterstützung zu
Kein schärferes Waffengesetz
Von Mara Sander
BEMPFLINGEN. »Solange ich etwas in der Landespolitik zu sagen habe, wird es eine Verschärfung des Waffenrechts nicht geben«, sagte Ministerpräsident Stefan Mappus am Samstag im Bempflinger Dorfgemeinschaftshaus. Er kam als Ehrengast zum Landesschützentag, für den anlässlich ihres 100-Jahre-Jubiläums die Bempflinger Schützen Ausrichter waren.
Der Festzug des Landesschützentages.
FOTO: Mara Sander
Zuerst müsse man die neuen Regeln »vernünftig und sachgerecht umsetzen«, so Mappus. Es bringe nichts, vorher nach neuen Dingen zu rufen. Er werde sich dafür einsetzen, dass bei den Kontrollen eine Gebühr nur bei Beanstandungen erhoben werde, nicht generell, sagte er zu Freude der Schützen.
Und noch eine, die Schützenherzen erfreuende Aussage machte er: »Bei aller Diskussion um das Waffenrecht darf nicht aus dem Blick geraten, welch wertvollen Dienste die Vereine gerade für die jungen Schützen leisten«, so Mappus. »Die Vereine stellen sich mit Macht einem bedenklichen Trend entgegen und leisten eine exzellente Jugendarbeit, vermitteln Grundtugenden«, sagte er im Hinblick auf den »Rückzug ins Private, der zu verzeichnen ist«.
Die Schützenvereine hingegen tragen mit dazu bei, dass sich die Menschen am Gemeinwesen beteiligen und Tugenden erhalten bleiben, so Mappus. Wo immer er die Schützen unterstützen könne, werde er das tun, fügte er hinzu. Ihm liege viel am Dialog und daran »gemeinsam Wege zu ebnen, damit Sie ihren Sport weiter ausüben können«.
Klaus Goller Schützenkönig
Der württembergische Schützenverband hat rund 94 000 Mitglieder in 766 Vereinen, die sich in 37 Kreise und sieben Bezirke unterteilen. Mappus wies außerdem auf die Erfolge der Schützen bei internationalen Wettkämpfen hin, wie dieses Jahr noch in München.
Da passte es gut, dass Klaus Goller vom Gönninger Schützenverein in Bempflingen als neuer Landesschützenkönig proklamiert wurde. (GEA)
Festumzug
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