Gemeinderat - Einen Kleinbus für den innerörtlichen Verkehr will Wannweil mit Hilfe von Sponsoren an den Start bringen

Heute geht's um die Finanzierung vom Bürgerbus

WANNWEIL. Die Stadt Pfullingen hat einen, die Gemeinde Pliezhausen ebenfalls und jetzt steht Wannweil kurz davor einen zu bekommen: einen sogenannten Orts- oder Bürgerbus. Also ein Kleinbus, der im Linienverkehr innerörtliche Haltestellen anfährt und so einen öffentlichen Nahverkehr im Kleinen verwirklicht.

Die grundsätzliche Entscheidung ist bereits gefallen: Wannweil bekommt seinen sogenannten Bürgerbus, aber jetzt geht es um seine Finanzierung. Darüber entscheidet heute Abend der Gemeinderat bei seiner Sitzung im Rathaus (ab 19.45 Uhr).

Gemeinderäte entscheiden

Denn der Kleinbus, der einmal im Linienverkehr durch den 5 200-Einwohner-Ort fahren soll, kostet zunächst einmal Geld. Wannweils Hauptamtsleiter Volker Steinmaier hat in den vergangenen Monaten verschiedene Finanzierungs-modelle durchgerechnet, abgewogen und geprüft. Den Gemeinderäten liegt heute Abend ein Finanzierungsmodell zur Abstimmung vor, das den Bürgerbus hauptsächlich über Sponsoren tragen könnte.

Wenn alles so klappt, wie sich die Gemeindeverwaltung sich das vorstellt, könnte der kleine Wannweiler Linienbus für vergleichsweise wenig Geld in sein erstes Jahr starten. Hauptamtsleiter Steinmaier geht von etwa 8 600 Euro aus. Darin enthalten sind bereits die Kosten für die Haltestellenschilder, Benzin oder Versicherung.

Zuvor war eine Firma aus dem bayerischen Deggendorf, die sich auf Finanzierungsmodelle auch von solchen Bürgerbussen spezialisiert hat, auf die Gemeinde Wannweil herangetreten und hatte dieses Finanzierungsmodell über Sponsoren vorgeschlagen. Es sieht vor, dass bis zu 20 Firmen auf den Flächen des Busses mit ihrer Werbung vertreten sind und dafür einen Festbetrag an die Gemeinde zahlen. Die Preise sollen zwischen 750 und 2 900 Euro für fünf Jahre liegen. Die Firma aus Bayern erwirbt den Kleinbus bei einem Autohändler und überlässt ihn dann der Gemeinde samt Fahrzeugbrief. »Damit wäre Wannweil gleichzeitig der Besitzer des Bürgerbusses und hätte keine Kosten zu tragen, wie sie beispielsweise bei einem Leasingmodell anfallen würden«, erklärte Hauptamtsleiter Steinmaier dem GEA.

Dieses Finanzierungsmodell berücksichtige auch einen möglichen Flop des Bürgerbusses, so Steinmaier weiter. Wenn er wegen zu weniger Fahrgäste scheitere, könnte die Gemeinde vom Vertrag zurücktreten. Deshalb schlägt die Gemeindeverwaltung den Räten heute Abend vor, für diese spezielle Sponsoren-Finanzierung zu stimmen.

Es sei dann die Aufgabe der Gemeindeverwaltung auch ausreichend Sponsoren zu finden, die auf dem Bürgerbus werben wollen. »Da bin ich aber zuversichtlich«, meinte Steinmaier.

Fahrer weiter gesucht

Das ist nicht die einzige Herausforderung auf dem Weg zum Bürgerbus: Denn immer noch fehlen Fahrerinnen und Fahrer, die als Ehrenamtliche den Bus durch den Ort lenken wollen. »Bislang sind sieben Leute dabei«, heißt es aus dem Rathaus. Zehn seien aber besser.

Unterdessen gibt es erste positive Rückmeldungen auf die Umfrage der Gemeinde, ob die Menschen im Ort einen Bürgerbus auch nutzen würden. Vor allem Rentner mit Gesundheitsproblemen reagierten zustimmend.

Bei dem Fahrzeug, dass angeschafft werden könnte, handelt es sich um einen Renault Master Kombi L2H2 mit Platz für acht Fahrgäste und einen Fahrer. (rr)

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