Übung - Riederichs freiwillige Feuerwehr probt in einem alten Bauernhaus den Ernstfall. Bei echtem Alarm wäre die Drehleiter aus Metzingen auch schnell zur Stelle
Hand in Hand gelöscht und gerettet
RIEDERICH. Bereits fünf Minuten nachdem der Notruf die Riedericher Feuerwehrleute erreichte, traf das erste Fahrzeug am Einsatzort ein. Aus einem alten Bauernhaus drang dichter Rauch, der Stall stand in Flammen. Die vier Bewohner des Gebäudes waren in den oberen Stockwerken gefangen, weil das Treppenhaus auf Grund der dichten Rauchentwicklung unpassierbar geworden war.
Ein »Verletzter« ist »gerettet« und wird »ärztlich versorgt«.
FOTO: Till Börner
Alles nur Übung, doch die sollte möglichst wirklichkeitsgetreu ablaufen. Deshalb wusste keiner der Feuerwehrleute im Vorfeld, zu welchem Objekt die Truppe gerufen werden würde wie viele Menschen es dort zu retten gäbe. »Das ist ein guter Test für den Ernstfall. Auch die neueste Technik kann so erlernt werden«, erklärte Kommandant Harald Hacker den umstehenden Beobachtern.
Kein Weg durchs Treppenhaus
Innerhalb kürzester Zeit waren vierzig Feuerwehrmänner der Riedericher Wehr vor Ort und erkundeten die Lage. Da der Weg durchs Treppenhaus versperrt war, mussten sie von außen Leitern an das Gebäude stellen, um die vier eingesperrten Personen zu retten. Zwar gab es dabei ein paar Probleme, bei einem echten Einsatz würde aber das Drehleiterfahrzeug der Metzinger Wehr zu Hilfe kommen.
Nach zwanzig Minuten konnten alle Eingeschlossenen ins Freie gebracht werden und erhielten dort eine ärztliche Versorgung. Als Brandursache wurde ein elektrischer Defekt im Stall vermutet, der das umliegende Stroh in Brand setzte. Zufrieden mit dem Verlauf der Übung, die sehr sachlich und ruhig ablief, zeigte sich der Kommandant. Harald Hacker freute sich besonders über das bereitgestellte Übungsobjekt: »Normalerweise kann man nicht überall mit Wasser löschen. In einem Betrieb, in dem es Elektronik gibt, ist die Gefahr eines Wasserschadens natürlich groß. Hier war das aber möglich.« (tbö)