Narretei - Gleich busweise reisen die Gäste-Gruppen nach Wannweil zum Kinderfaschingstreiben
Großer Umzug für kleine Narren
Von Mara Sander
WANNWEIL. Am Samstag schien Wannweil voller Narren zu sein, denn sie reisten busweise an, zuerst zum Kinderfaschingsumzug am Mittag und abends dann zur Wilde-Weiber-Hallenfasnet. Die Freie Narrenzunft Wannweil hatte eingeladen und 21 Zünfte und Gruppen machten den Kinderumzug von der unteren Eisenbahnstraße bis zur Uhlandhalle zu einem unvergesslichen und gut organisierten Narrenspektakel.
Was die kleinen »Glückskäfer« dem Publikum beim Kinderfasching wohl flüstern wollten?
FOTO: Mara Sander
Für die »Wilden Weiber« war es eine gelungene Premiere, einen Kinderfaschingsumzug zu veranstalten, zu dem Narren aus vielen Orten anreisten. Die »Sau Glogg Gugga« aus Köngen führten das Teilnehmerfeld an, an dessen Spitze Kinder aus Wannweil und Umgebung marschierten, allen voran »Wilde Weiber Wannweil« und »Wannweiler Esel«. Die »Ranzenpuffer« aus Kirchentellinsfurt, die »Mühlakatza« aus Betzingen, die »Waldgeister« aus Eningen, die Reutlinger Narrenzunft »Scheibengipfel« und die Achalmer »Höllenknechte« waren Gäste aus der näheren, die »Kannibalen-Hexen« aus Freiburg aus der weiteren Umgebung.
Sie alle zogen mit zur Uhlandhalle, wo dann ein abwechslungsreiches Programm auf die kleinen Narren wartete. Es reichte von Vorführungen der Kindertanzgarden bis zur Kinder-Disco und Spielrunden. Natürlich gab es auch reichlich fliegende Süßigkeiten, die fleißig gesammelt wurden sowie jede Menge Gelegenheit zum Tanzen und Hüpfen. Besonders beliebt war die Popcorn-Bar, denn Fasching macht hungrig und durstig. Dafür war eine Kinder-Cocktailbar eingerichtet mit Drinks wie »Pippi Langstrumpf« und »Peter Pan«. Große und Kleine hatten Spaß mit Prinzessinnen und Cowboys, die zeigten wie »Recycling« funktioniert: Sie sammelten nämlich immer wieder Konfetti ein, um es erneut zu verteilen; ein Schabernack, der trotz Gameboy, Handy & Co offenbar in Faschingszeiten gern getrieben wird.
Für viele Kinder war das bunte Faschingstreiben viel zu schnell vorbei, die Erwachsenen fanden die Fortsetzung abends bei der Weiberfasnet, ebenfalls von den »Wilden Weibern« organisiert. Sie alle kennen jetzt die Geschichte der »Wilden Weiber«, die der Legende nach früher ganz brav waren und ein bescheidenes bäuerliches Leben führten, während ihre Männer zur Jagd gingen. Als die allerdings aus den Wäldern ohne Beute zurückkamen, mutierten sie zu wilden Weibern und bereichern jetzt die Narrenwelt. (GEA)
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