Ortsumfahrung - Zwei Drittel der beanspruchten Fläche durch Holzeinschlag sind bereits wieder aufgeforstet

Die Brücke nach Kohlberg ist fast fertig

VON MARA SANDER

GRAFENBERG. Rund 60 000 Quadratmeter Fläche werden für die Ortsumfahrung B 313 um Grafenberg benötigt. Davon sind mehr als 40 000 Quadratmeter bereits wieder aufgeforstet. Somit wächst ein Teil der rund 1 000 Bäume aus Gemeinde- und Staatswald, die weichen mussten, bereits wieder nach.

FOTO: Mara Sander
Die Baumstümpfe, in denen der vom Aussterben bedrohte Hirschkäfer, »Insekt des Jahres« 2012, nachgewiesen wurde, sind in den Pfarrwald »verpflanzt« worden, während zwei der vorgesehenen Aufforstungsflächen direkt an der B 313 Richtung Nürtingen gegenüber und an der Abzweigung nach Tischardt liegen.

Eröffnung im Frühjahr 2019

Die größte davon ist von der Straße aus sichtbar, wobei mehrere Sitzstangen für Greifvögel auffallen. »Nicht wegen hoher Anzahl von Greifvögeln, sondern weil diese bei der Beutesuche sonst die jungen Triebe der gepflanzten Bäume abbrechen würden«, erklärte dazu Oberbaurat Mathias Kröger, der für die Ortsumfahrung B 313 zuständige Projektleiter vom Regierungspräsidium Tübingen. Außer für die Bauleitung ist er Ansprechpartner für die Koordination der flankierenden Maßnahmen von Logistik bis Terminierung. »Wir liegen im Zeitplan und im Kostenrahmen«, sagte er im Hinblick auf die geplante Eröffnung der Ortsumfahrung im Frühjahr 2019. Der erste Bauabschnitt ist fast fertig, der zweite beginnt im Herbst. Die Brücke nach Kohlberg, die in fast fünf Meter Höhe über die neue Straße führt, wird voraussichtlich Ende Juli für den Verkehr freigegeben. Damit ist knapp ein Jahr nach dem Spatenstich der Verbindungsweg nach Kohlberg wieder geöffnet. Fußgänger und Radfahrer haben dann außerdem den Überblick über die Trassenführung, Autofahrer sollten den Blick besser auf die Straße richten, die momentan noch einen roten Belag aus Epoxid-Harz hat. »Zum Schutz des Betons«, erklärte Kröger, dass jetzt noch Bitumenbahnen und dann Gussasphalt als Schutz- und Deckschicht aufgebracht werden. Das feuerverzinkte Geländer hat bereits den endgültigen, silbergrauen Anstrich erhalten, Markierung und Beschilderung erfolgen demnächst. »Alle Handwerker haben sehr gute Arbeit geleistet«, so Krögers Bilanz zum Verlauf der bisherigen Arbeiten. Das gilt auch für die Häckselarbeiten zur Beseitigung des Reisigs von den geernteten Baumstämmen, als Vorbereitung des zweiten Bauabschnitts, der Trassenführung selbst. Nur für die Vergrößerung der Regenrückhaltebecken werden im Herbst noch einige Bäume und Sträucher entfernt.

Freiwillig für Lärmschutz

Die als Freiwilligkeitsleistung der Kommune vom Gemeinderat 2008 beschlossene Lärmschutzwand ist für Ende 2018 geplant. Einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Regierungspräsidium für konkrete Planungen und Ausführung hat der Gemeinderat in seiner Maisitzung zugestimmt. »Alle Grenzwerte werden eingehalten, aber es ist schon beachtlich, was die Gemeinde über ihre Verpflichtungen hinaus für ihre Bürger tut«, sagte Kröger auch in Bezug auf die voraussichtlichen Kosten von rund 350 000 Euro, und das bei der schlechten Finanzlage des Orts. »Die einstimmige Beschlussfassung des Rats im Mai zeigt deutlich, dass der gesamte Gemeinderat, trotz der uns auferlegten Sparzwänge, hinter der Realisierung dieser Freiwilligkeitsleistung und damit der Zusage der vergangenen Jahre steht«, erklärte dazu Bürgermeisterin Annette Bauer. (GEA)

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