Naturidylle - Erholung im Grünen mitten in Grafenberg im Gartenparadies der Familie Schmon
Der letzte Luxus unserer Tage
Von Mara Sander
GRAFENBERG. Besucher aus Grafenberg und umliegenden Orten, ja sogar bis aus Balingen, nahmen am Sonntag die Gelegenheit wahr, sich im Gartenparadies der Familie Schmon beim »Tag des offenen Gartens« zu entspannen. Sylvia Schmon selbst tut das oft nach dem ehrenamtlichen Einsatz in der Hospizgruppe, um die Erlebnisse bei einer Sterbebegleitung zu verarbeiten.
Die selbst gestaltete Gartenidylle der Familie Schmon in Grafenberg zieht inzwischen Publikum von weither an. Nach dem Gartenrundgang lockt das Gartencafé.
FOTO: Mara Sander
Außerdem kommen ihr bei der Gartenarbeit immer neue, kreative Ideen für ihre Ausstellungen mit Weihnachtsschmuck zum Beispiel.
»Jeder kann sich heute überzeugen, wie gut ein Garten tut und sich hier inspirieren lassen«, nennt sie einen Grund, ihr selbst gestaltetes Paradies an diesem Tag öffentlich zugänglich zu machen und ermuntert dazu, im eigenen Garten vielleicht die eine oder andere Idee wachsen zu lassen.
Zeit, Zuwendung und Raum
»Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, der erfordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum«, steht als Zitat unbekannter Quelle auf einem Schild. Wie auch ein Zitat von Albert Einstein: »Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur«, das Zustimmung der Besucher fand. Sie konnten nicht nur schauen und begreifen, die unterschiedlichen Blätter fühlen, sondern auch gemütlich beieinandersitzen im rasch geschaffenen Gartencafé. Der Erlös des Tages aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen ist für die Flutopfer in Pakistan bestimmt.
Sylvia Schmon gab natürlich auch Tipps mit für die eigenen Refugien, welche Pflanzen zum Beispiel nicht im Gewächshaus überwintern sollten, weil es dort zu feucht für sie ist und was man aus Kräutern alles machen kann, nämlich nicht nur Tee und Kräuterbutter, sondern auch verschiedene Öle und Cremes.
Sie selbst würzt nur mit Kräutern beim Kochen. Im Garten verwendet sie natürlich keine Chemie, sondern zum Beispiel Brennnesselsud gegen Blattläuse und zum Düngen. Allerdings hat sie keinen Tipp gegen die Schneckenplage in diesem Jahr, die natürlich auch ihren Garten nicht verschont hat.
Seit rund zehn Jahren darf in ihrem Garten wachsen, was sich teilweise selbst sät, aber auch Erinnerungen an Reisen wie Palmen und Kakteen. Und natürlich sät auch sie manche Dinge, etwa die »Mössinger Mischung« für ihre Blumenwiese, die viel bewundert wurde und von der nicht nur Schmetterlinge magisch angezogen werden. (GEA)