Ermstal-Marathon - Laut Veranstalter mit 1 862 Athleten die größte Sportveranstaltung im Kreis Reutlingen
Der Lauf ist zum Selbstläufer geworden
REKORD: Mit 1 862 Läufern verzeichnet der Ermstal-Marathon einen neuen Teilnehmerrekord. »Wir sind damit die größte Sportveranstaltung im Kreis Reutlingen«, freut sich Organisator Michael Koch. Groß werben müssen die Veranstalter dafür nicht. Der Lauf ist zum Selbstläufer geworden - mit Sportlern, die überwiegend aus dem Ermstal kommen. Ein Unternehmen hat gleich hundert Läufer gemeldet.
FOTO: Uschi Pacher
VERNÜNFTIG: Im Gegensatz zu den Jahren zuvor haben sich dieses Mal viele Läufer für die jeweils kürzere Distanz entschieden. Zur Freude des DRK: Das musste gestern lediglich fünf entkräftigte Läufer betreuen, 2010 waren es noch über zwanzig. Offenbar sind die Läufer auch besser vorbereitet, wie die Veranstalter beobachtet haben: »Man sollte schon drei Tage vorher mehr trinken als sonst üblich.« Von größeren Unfällen blieben die Helfer verschont. Zum Glück.
HELFER: an der Strecke drei Notärzte, die die fünfzig Leute des DRK unterstützt haben. Dazu Feuerwehr und Polizei sowie rund 250 Streckenposten des Veranstalters.
ÄRGERNIS: Verschwundene Verkehrsschilder bei Dettingen sorgten am Sonntagmorgen für Aufregung. Die waren in der Nacht gestohlen worden. Dank eines guten Drahts zum Bauhof konnte das Problem noch rechtzeitig vor dem Start gelöst werden.
KRÄFTIG: Moderiert wurde der Zieleinlauf auf dem Kelternplatz von Moritz Werz. Der erwies sich gut bei Stimme, was auch notwendig war. Pause gab es für ihn keine. Unablässig stand er am Mikrofon. Ob seine Stimme heute noch so kräftig ist, sei dahingestellt, gestern zumindest feierten er und die Zuschauer jeden lauthals als Sieger, der es bis ins Ziel geschafft hat. Recht so.
TAKTGEBER: Gute Stimmung entlang der Strecke, vor allem auch auf dem Marktplatz in Dettingen, wo die Walker auf die 7,5 Kilometer lange Strecke gegangen sind. Die wiegten sich im Takt der dort spielenden Lumpenkapelle. »Solch einen gelösten Läuferstart habe ich zuvor noch nie erlebt«, sagt Michael Koch von der TuS Metzingen, die zusammen mit der LG Dettingen und dem TSV Bad Urach den Ermstal-Marathon organisieren. Aber auch auf dem Kelternplatz in Metzingen, dem Ziel für alle Läufe, war ordentlich was los.
WETTER: Warm und schwül war es am Sonntag - für Langstrecken nicht gerade die besten Bedingungen. Bei den Schülerläufen zogen sich dann die ersten Wolken zusammen, sodass die jüngsten Teilnehmer im Regen ins Ziel kamen. Das hatten bis dahin die ältesten Läufer des Tages, Horst Engelhardt und Nils Lindemann, längst erreicht. Sie sind beachtliche 76 Jahre alt. Die älteste Läuferin mit 75 Jahren war Gertrud Leibfarth. Respekt. (füs)
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