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Soziales - Beratung für Haushalte mit geringem Einkommen: Wer Energie spart, spart bares Geld

Damit mehr zum Leben übrig bleibt

METZINGEN/BAD URACH. Energie wird immer teurer. Besonders hart trifft das Haushalte mit geringem Einkommen. Die Diakonische Bezirksstelle in Metzingen und die Schuldnerberatung in Reutlingen bieten deshalb für das Ermstal jetzt auch eine kostenlose Energieberatung an. Für Familien und Haushalte mit wenig Geld, die sich das sonst nicht leisten können.

Die Energieberater für Haushalte mit wenig Geld haben viele Tipps parat: Peter Schwarzmann, Rolf Hilbert und Friedrich Handel.  FOTO: FÜS
Die Energieberater für Haushalte mit wenig Geld haben viele Tipps parat: Peter Schwarzmann, Rolf Hilbert und Friedrich Handel. FOTO: Thomas Füssel
Die nächste Stromrechnung kommt bestimmt - und viele befürchten, sie nicht mehr zahlen zu können. In den Beratungsgesprächen der Diakonischen Bezirksstelle, aber auch bei der Schuldner- und Insolvenzberatung des Landkreises werden deshalb immer häufiger auch die Energiekosten thematisiert.

Qualifizierte Berater

Für eine gezielte Beratung im jeweiligen Haushalt scheint es also Bedarf zu geben. Denn: »Wer Strom spart, hat mehr Geld zum Leben«, sagen Susanne Bauer von der Diakonischen Bezirksstelle und Michael Rodemann, bei der Schuldnerberatung in Reutlingen für das Ermstal zuständig. Den neuen Service können Menschen in Anspruch nehmen, die von Hartz IV leben, Grundsicherung beziehen oder Wohngeld bekommen, Menschen, die allgemein als Geringverdiener gelten, wie die Kunden der Tafelläden. Speziell dort, in Metzingen wie in Bad Urach, soll mit einem Faltblatt auf den neuen Service aufmerksam gemacht werden.

Die Energieberater sind Friedrich Handel, Peter Schwarzmann und Rolf Hilbert, die bereits in den Tafeln oder beim Metzinger Arbeitskreis Klima und Energie aktiv sind und aus ihrem Berufsleben eine entsprechende Qualifikation mitbringen. Zusätzlich wurden sie von Mitarbeitern des Diakonieverbandes und der Schuldnerberatung auf ihren Einsatz vorbereitet.

Sie wollen vor Ort zeigen, wie Energie gespart werden kann, wollen praktische Tipps geben und den Blick auf das eigene Verhalten schärfen. Sie messen den Verbrauch der elektrischen Geräte, machen einen Lampen-Check, prüfen den Warmwasserdurchlauf der Armaturen oder zeigen, wie die Zählerstände richtig abgelesen werden. Am Schluss soll eine ganze Reihe von Vorschlägen stehen, die helfen, den Energieverbrauch zu senken, um so bares Geld zu sparen.

Tipps vom Fachmann

Der neue Service für Geringverdiener erstreckt sich über das ganze Ermstal, also Metzingen, Riederich, Grafenberg, Dettingen, Bad Urach und die Uracher Alb. Zunächst für ein Jahr. Sollte sich das Angebot bewähren, wollen es der Diakonieverband und die Schuldnerberatung auf den ganzen Landkreis Reutlingen ausweiten.

»Vorausgesetzt die Finanzierung ist gesichert«, erklärt Susanne Bauer von der Diakonischen Bezirksstelle in Metzingen, die im Ermstal den Einsatz der Energieberater koordiniert. (GEA)

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