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Warnstreiks der Metaller: 300 Betriebe betroffen

STUTTGART. Die Gewerkschaft IG Metall erhöht im Tarifstreit den Druck. Sie hat die Proteste in der Elektro- und Metallindustrie hochgefahren. Nächste Woche gehen sie weiter.

Teilnehmer eines Warnstreiks der IG Metall. Foto: Hendrik Schmidt/Illustration
Teilnehmer eines Warnstreiks der IG Metall. Foto: Hendrik Schmidt/Illustration
Im Tarifkonflikt der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie gehen die Warnstreiks weiter. Am Freitag beteiligten sich rund 11 000 Metaller an Kundgebungen oder gingen früher nach Hause, wie die Gewerkschaft in Stuttgart mitteilte. Proteste gab es unter anderem bei Bizerba in Meßkirch oder bei ThyssenKrupp in Neuhausen auf den Fildern. In der ersten Warnstreikwoche nahmen demnach über 87 000 Beschäftigte aus 300 Betrieben teil.

Die Proteste sollen am Montag weitergehen. Bei Porsche in Stuttgart ist eine Großkundgebung geplant. Arbeitgeber und IG Metall hatten sich am Donnerstag bei der dritten Verhandlungsrunde im Südwesten für die rund 900 000 Beschäftigten ein erstes kleines Stück aufeinanderzubewegt. Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit 3,9 Millionen Metaller 6 Prozent mehr Geld und die Möglichkeit, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können.

Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen dafür einen Teillohnausgleich erhalten. Die Arbeitgeber halten das für rechtswidrig, weil es in ihren Augen Beschäftigte diskriminieren würde, die schon in Teilzeit arbeiten und keinen Ausgleich bekommen. Sie bieten zwei Prozent mehr Geld und verlangen ihrerseits, die Arbeitszeitregeln nach oben öffnen zu können. (dpa)

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