Wirtschaft
Umsatz

ElringKlinger schraubt Ziele weiter nach oben

DETTINGEN/ERMS(dpa/lsw) - Beim Automobilzulieferer ElringKlinger entwickeln sich die Geschäfte deutlich besser als erwartet: Das Unternehmen aus Dettingen (Kreis Reutlingen) hat seine eigenen Ziele am Freitag nach einem starken zweiten Quartal noch einmal nach oben geschraubt.

In diesem Jahr will der Hersteller von Dichtungen und Abschirmteilen einen Umsatz von 690 bis 710 Millionen Euro erreichen - das wäre ein Plus von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) peilt die Gruppe in diesem Jahr einen Gewinn von 90 bis 95 Millionen Euro (Vorjahr: 63,3 Millionen) an.ElringKlinger war als einer von wenigen Autozuliefern ohne rote Zahlen durch die Wirtschaftskrise gekommen. Bei der Prognose für dieses Jahr ist zudem die zum vierten Quartal geplante Übername der Zylinderkopf- und Abgasdichtungssparte des Mischkonzerns Freudenberg aus Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) noch nicht eingerechnet.

Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse der im MDax notierten Gesellschaft um mehr als 45 Prozent auf 201 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 20,6 Millionen Euro nach acht Millionen vor einem Jahr. Damit entwickelten sich die Geschäfte deutlich besser als bei den meisten Wettbewerbern.

ElringKlinger profitiert nach eigenen Angaben vor allem vom Trend zu umweltfreundlicheren und sparsameren Fahrzeugen. Weil Motoren immer kleiner werden, werden nach Unternehmensangaben Abschirmteile wichtiger, um die empfindliche Elektronik vor Hitze zu schützen. In diesem Bereich ist der Zulieferer aus Dettingen traditionell gut aufgestellt.

Die Gruppe beschäftigt weltweit knapp 4400 Mitarbeiter, rund 400 mehr als vor einem Jahr. Vor allem in Asien, Brasilien und Mexiko seien neuen Arbeitsplätze entstanden. Am Stammsitz in Dettingen sind rund 1200 Menschen beschäftigt.
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