Ärger wegen A400M
PARIS/LONDON/MÜNCHEN. Hinter den Kulissen geht der Streit um die horrenden Zusatzkosten für den neuen europäischen Militärtransporter Airbus A400M munter weiter. Bereits während der Verhandlungen über die Mehrbelastungen mit den sieben Kundenstaaten stellte die Airbus-Militärsparte (AMSL) Schadensersatzansprüche von rund 500 Millionen Euro an das für die Triebwerke zuständige Konsortium Europrop International (EPI). Der Zulieferer antwortete seinerseits mit einer Forderung von 425 Millionen Euro an Airbus, wie aus der Jahresbilanz der Airbus-Mutter EADS hervorgeht.
Die Unternehmen machen sich gegenseitig für die Verzögerungen bei Europas wichtigstem Rüstungsprojekt verantwortlich. Europrop hat mittlerweile die Internationale Handelskammer eingeschaltet, ein Stillhalteabkommen scheiterte im Februar.
Bei den Beteiligten wollte man sich am Donnerstag nicht näher zum Streit äußern. »Das ist eine vertrauliche Sache zwischen Airbus und EPI«, sagte Europrop-Sprecherin Jane Terry und bestätigte damit Angaben der »Financial Times Deutschland« (Donnerstag). Die Auseinandersetzung habe jedoch keine Auswirkungen auf die projektbezogene Zusammenarbeit mit Airbus. Die mit 28 Prozent an EPI beteiligte MTU Aero Engines in München hüllte sich gänzlich in Schweigen. (dpa)
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