Weltspiegel
Justiz

Vergewaltiger soll Brand in seiner Zelle gelegt haben

Köln (dpa) - Der verurteilte Vergewaltiger einer jungen Camperin soll in seiner Gefängniszelle einen Brand gelegt haben. Der 31-Jährige wurde bei dem Feuer in der Kölner Justizvollzugsanstalt (JVA) in der Nacht zum Mittwoch schwer verletzt.

Wachtürme und Sicherheitskameras sind auf der Mauer der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf zu sehen. Foto: Federico Gambarini
Wachtürme und Sicherheitskameras sind auf der Mauer der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf zu sehen. Foto: Federico Gambarini
Er liege im Krankenhaus und sei nicht vernehmungsfähig, sagte ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft. Ein weiterer Insasse und ein Mitarbeiter der JVA hätten Rauchgasvergiftungen erlitten.

Gegen den 31-Jährigen werde wegen vollendeter Brandstiftung ermittelt. Ob der Häftling absichtlich oder fahrlässig gehandelt habe, sei noch unklar. Zum Zeitpunkt des Feuers war er vermutlich allein in der Einzelzelle. Ein Brandexperte soll die Ursache des Feuers klären.

Der Häftling - ein abgelehnter Asylbewerber aus Ghana - war im Oktober vom Landgericht Bonn wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte demnach ein junges Paar beim Campen in der Siegaue bei Bonn überfallen und die damals 23-Jährige vergewaltigt. Er bestritt die Tat und legte später Revision ein.

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