Weltspiegel

Start für Stuttgarts »kriminellstes« Museum

RAF-Zeit, Hammermörder, Betonleiche - Stuttgarts neues Polizeimuseum lässt grausige Erinnerungen wach werden. Zunächst dürfen die Besucher aber nur nach Anmeldung rein.

Ein Blitzer, der in eine Mülltonne eingebaut wurde, ist im Polizeimuseum in Stuttgart zu sehen.
Ein Blitzer, der in eine Mülltonne eingebaut wurde, ist im Polizeimuseum in Stuttgart zu sehen. FOTO: dpa
Stuttgart (dpa/lsw) - Vielleicht ist es das spannendste, sicher aber das »kriminellste« Museum der Landeshauptstadt: An diesem Mittwoch (25.2.) wird im Polizeipräsidium auf dem Pragsattel ein Polizeimuseum eröffnet. Auf 200 Quadratmetern gewährt der Polizeihistorische Verein Einblicke in die bewegte Geschichte der Stuttgarter Ordnungshüter - allerdings vorerst noch ohne festen Öffnungszeiten. Führungen müssen vorher abgesprochen werden. »Aber wer weiß, wie sich das noch entwickelt«, sagte Vereinsmitglied Klaus Hübl.

Führungen sind ab März möglich. Eine nachgebaute Wache von anno dazumal ist dann zu sehen - samt Scheibentelefon und Karteikasten. Längst vergessene Uniformen wurden aufbewahrt, alte Warnkellen, Schusswaffen und Polizeiabzeichen. An die Rolle der Polizei in der Nazi-Zeit wird ebenso erinnert, wie an die zu Zeiten des Terrors der RAF in Stuttgart. Es geht aber auch um kleiner Sachen: Etwa um den vielleicht ersten von der Stuttgarter Polizei registrierten Autounfall - damals 1912 auf dem Charlottenplatz.

Ein Themenraum befasst sich mit den spektakulären Stuttgarter Kriminalfällen: Dort erinnert ein Vorschlaghammer an die bundesweite Jagd auf den sogenannten Hammermörder Mitte der 1980er Jahre. Der Stuttgarter Polizeibeamte beging sechs Morde und vier Banküberfälle. Bundesweit grausige Schlagzeilen machte auch die sogenannte Betonleiche im Jahr 2007. Jugendliche hatten einen Abiturienten erschlagen, zerstückelt und in Beton eingegossen im Necker versenkt. An diesen Fall erinnert im Polizeimuseum ein Stück Beton von damals.

Das könnte Sie auch interessieren
Regionen

Wählen Sie Ihre Region

Karte mit einzelnen Regionen Tübingen Reutlingen Pfullingen Eningen Lichtenstein Über der Alb Neckar und Erms
Aktuelle Beilagen
Die GEA-Kampagne

200 Jahre Fahrrad

Geschichten, Messe, Touren, Gewinnspiel: Der 200. Geburtstag des Fahrrads wird  gefeiert, und der GEA ist mit einer großen Kampagne dabei
Geschichten, Touren, Hintergründe: Der 200. Geburtstag des Fahrrads wird gefeiert, und der GEA ist mit einer großen Kampagne dabei.
lesen » www.gea.de/fahrrad
Kriminalität

Bluttat in Wohnheim: Mitbewohner unter Verdacht

Polizisten sichern die Straße vor dem Wohnheim in Wuppertal. Foto: Marcel Kusch
Nach einer Gewalttat mit drei Todesopfern in einem sozialtherapeutischen Wohnheim in Wuppertal steht ein 42-jähriger Bewohner unter dringendem Tatverdacht. Der Mann sei möglicherweise psychisch krank, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltshaft.
lesen »

Nach Merkel nun Herausforderer Schulz beim Kirchentag

Berlin (dpa) - Einen Tag nach Kanzlerin Angela Mer... mehr»

Meteorologen rechnen 2017 mit vielen Wirbelstürmen

Washington (dpa) - Über dem Atlantik werden sich i... mehr»

G7-Gipfel startet auf Sizilien mit vielen Differenzen

Aktivisten von Oxfam sitzen mit Masken der G7 Regierungschefs in Taormina an einem symbolisch gedeckten Tisch. Foto: Michael Kappeler

Taormina (dpa) - Einen Tag nach dem Nato-Gipfel in... mehr»

Händler: Preise für Vanille deutlich gestiegen

Essen (dpa) - Drastisch gestiegene Preise für Vani... mehr»

Rund 200 Hinweise im Entführungsfall Würth nach TV-Sendung

Schlitz (dpa) - Im Fall des 2015 entführten Millia... mehr»

Verkehrsminister

Hermann sieht Abkehr vom Verbrennungsmotor bis 2040

Winfried Hermann, der Verkehrsminister von Baden-Württemberg, läuft in Stuttgart vor dem Neuen Schloss mit einer modernen Draisine.
Bis zum Jahr 2040 muss sich die Autobranche nach Ansicht von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) vom Verbrennungsmotor verabschiedet haben.
lesen »
Mitarbeiter gesucht!
  • Stellenanzeigen werden geladen...